Die Zukunft Deutschlands ist die Zukunft der Welt

Thomas Carlyle


Dienstag, 25. März 2014

Militarisierung: Juncker fordert eine europäische Armee

Europas Militarisierung soll voranschreiten


Jean-Claude Juncker, Spitzenkandidat der europäischen Konservativen, fordert im Interview mit dem Springer-Blatt "Die Welt" die Schaffung einer EU-Armee um damit nach Vorbild der Vereinigten Staaten von Amerika auf der ganzen Welt den Segen der Demokratie mit Waffengewalt zu verbreiten. Das ist die NATO für Nichtmitglieder über die Hintertür.

Auf dem Weg in die "Vereinigten Staaten von Europa" darf die Gründung einer europäischen Armee nicht fehlen. Damit würden jedoch auch jene EU-Mitgliedstaaten in militärische Konflikte hineingezogen, die aus gutem Grund schon der Nordatlantischen Terrororganisation (NATO) fern geblieben sind. Für die Etablierung eines Europäischen Reiches ist eine solche Armee unabdingbar.

Neutrale Staaten wie Österreich oder Schweden, die sich nicht am militärischen Terror gegen jene Staaten beteiligen wollen, die den Strategen in Washington und Brüssel zur Errichtung ihrer korporatistischen Neuen Weltordnung im Weg stehen, müssten dann ebenfall Kampftruppen in alle Welt senden.

Über die Hintertür EU-Mitgliedschaft sind die Nicht-NATO-Mitglieder ohnehin schon als Folge des europäischen Beistandspaktes dazu verpflichtet, im Falle eines militärischen Angriffs gegen ein Mitgliedsland zu helfen. Für Irland, Österreich und Schweden zum Beispiel bedeutet dies, dass die kriegerische Auseinandersetzung von europäischen NATO-Staaten unter Umständen die Aktivierung der Beistandspflicht nach sich ziehen würde.

Mit der Schaffung einer gesamteuropäischen Armee jedoch nähmen die Brüsseler Eurokraten den betreffenden Ländern jegliche Einflussnahme darauf, wohin die Soldaten entsendet werden. Das heißt: Wird beispielsweise die Türkei als NATO-Mitglied in einen Krieg hineingezogen der den Beistand anderer NATO-Staaten nach sich zieht, müssten als Folge der gesamteuropäischen Armee auch die Mitglieder aus den Nicht-NATO-Staaten in den Krieg ziehen.

Damit wird deutlich, dass jede Stimme für die Europäische Volkspartei (EVP) bei den kommenden Europawahlen eine Stimme für eine expansive und aggressive militärische Außenpolitik nach Vorbild der USA ist. Mitgliedsparteien der EVP sind unter anderem CDU, CSU und die ÖVP.

Vom EVP-Spitzenkandidaten Juncker stammt übrigens auch folgender Satz, der gerade im Hinblick auf seine Forderung interessant ist: "Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."

Artikelbild: Flickr/EVP CC-BY 2.0

Original und Kommentare auf  Contra-Magazin


Übrigens ist Herr Juncker ein großer Bewunderer von Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi und dessen Arbeiten und Visionen.
Also der richtige Mann am richtigen Platz kann man da nur sagen.


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