Die Zukunft Deutschlands ist die Zukunft der Welt

Thomas Carlyle


Donnerstag, 31. Mai 2012

Das System schlägt weiter um sich!

Erst vor kurzem bei WakeNewsRadio von Detlev und jetzt beim Honigmann.

Mehr dazu hier!


EILMELDUNG und Aufruf zur Hilfe, bei Ernie wird gerade die Wohnung durchsucht!!!

 

Ernst, halt die Ohren steif! Es gibt eine Menge Leute, die hinter dir stehen! 


Time To Do vom 30.05.2012, Haben BRD-Behörden Einfluss auf die Pressefreiheit in der Schweiz ?

Detlev von Wake News Radio berichtet im Schweizer Fernsehen (5TV) bei Time To Do über die

  • abgeschaffte Pressefreiheit (sein Studio wurde leer geräumt)
  • die Leistungskürzungen per Sanktionsbescheid von 100% auf 0%
  • die Geldschöpfung per Mausklick
  • seine Prozesse gegen das Schuldgeldsystem



Links zum Sendungsinhalt:
http://www.wakenews.net
http://www.mywakenews.wordpress.com
http://www.youtube.com/wecknachricht
http://www.vugwakenews.wordpress.com
http://www.schuldnervereinigung.wordpress.com

http://www.timetodo.ch,
ist die Informations-Plattform zur gleichnamigen TV-Sendung.
Sendezeit ist Montag bis Freitag von 20.00 bis 21.00 Uhr live im TV auf dem Schweizer Privatsender Schweiz5.

Krise? Welche Krise?

gefunden auf  [SCHNITTPUNKT : 2012] 
von Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)

Ein Freund fragte mich diese Tage: "Krise? Welche Krise?" In der Tat, man liest zwar in den Medien und sieht im TV (also schon in den Mainstreammedien!) von den finanziellen und menschlichen Katastrophen in den südlichen Ländern Europas, doch bei uns im Volk ist die Krise noch nicht angekommen. Vielleicht sind die Menschen etwas sensibler geworden, doch wirklich realisiert wird die tatsächliche Lage nicht!

Deshalb werden von den meisten auch keine besonderen Vorbereitungen getätigt. Es scheint kaum notwendig zu sein auch nur kleinweise in eine Krisenvorsorge zu investieren. Doch parallel dazu sinkt das Vertrauen in unseren Euro. Viele versuchen noch "Etwas" dafür zu bekommen! Man nennt dies Crack Up Boom. Die Angst vor einer massiven Geldentwertung ist jedenfalls vorhanden!

Was allerdings bedenklich stimmt, ist die weitgehende Unfähigkeit der Bevölkerung, die kolportierten Summen, die derzeit als benötigt genannt werden, zu realisieren.

Ich habe bei meinem letzten Besuch in Belgrad Inflationsgeldscheine aus der Hyperinflation in den 90er Jahren gekauft. Die Banknote mit dem höchsten Wert beträgt unglaubliche 500 Milliarden jugoslawische Dinar. Wenn ich diese Geldscheinserie, beginnend mit 5.000 Dinar herzeige und den Betrachter bitte, den jeweiligen Wert abzulesen, hören die meisten bei 5 oder 10 Millionen Dinar auf. Höhere Zahlen können sie gar nicht mehr erfassen ...

Wie sollte dann der Ernst der Lage erkannt werden können, wenn Spaniens Banken geschätzte 150 Milliarden benötigen und Griechenland nach geschätzten 350 Rettungsmilliarden noch immer Bankrott ist? Irland, Portugal und Italien dabei noch nicht berücksichtigt wurde ...

Entweder der Euro muss in den nächsten Wochen drastisch entwertet werden oder das Spiel ist aus! Ich tippe eher auf Ersteres. Das würde bedeuten, dass wir in eine Hyperinflation rutschen. Im Vergleich zu anderen Währungen könnte der Euro empfindlich abgewertet werden, um über diese Abwertung eine teilweise Entschuldung zu erreichen. Das würde aber das Vertrauen in unsere Gemeinschaftwährung empfindlich stören. Es ist jetzt schon eine Flucht aus dem Euro und aus Eurowerten zu beobachten.

Und doch kann niemand sagen, was kommen wird. Wir wissen, die Politiker haben bisher voll versagt; auch ihre Prognosen erwiesen sich als vollkommen falsch! Demnach werden ihre kolportierten Lösungsansätze kaum Wirkung zeigen - wie bisher. Doch die Ressourcen werden von Tag zu Tag weniger, dadurch auch die Möglichkeiten das Steuer herum zu reissen.

Nicht nur ich bin der Auffassung, dass ohne tiefgreifende Systemänderungen, eine Krisenlösung ausgeschlossen werden kann. Diese werden wir allerdings kaum erleben, solange das jetzige System noch existiert. Denn die Mächtigen werden in jedem Fall alles daran setzen, diese Macht zu erhalten.

Darum wird auch jenen immer mehr weggenommen, die sich nicht wehren können (oder wollen ... noch nicht!), den unteren und mittleren Schichten. Dies führt allerdings, wie man in Griechenland und Spanien sieht, zu Demonstrationen, Aufständen und Verlagerung der politischen Kräfte. Plötzlich wird Radikalismus salonfähig und wählbar. Jene Parteien und Politiker, die bisher die Chance nicht nutzten der Krise entgegenzusteuern, verlieren.

Aus gutem Grunde, verlautbarte doch der letzte österreichische Finanzminster, dass die Millairdenzahlungen für Griechenland ein gutes Geschäft für Österreich wären. Nun kommt die jetzige Finanzministerin drauf, dass das Geld wohl weg ist! Und doch buttern wir weiter Milliarden in dieses System. Sollte der ESM kommen, werden sich diese Summen sogar vervielfachen. Doch es könnte sein, dass vorher sich der Euro verabschiedet!

Doch was dann? Die Staaten werden wieder ihre eigenen Währungen einführen, doch niemand weiss, was dieses explosive Experiment tatsächlich kosten kann und wird!

Was der "kleine Mann" tun kann, oder besser tun sollte, ist sich darauf vorzubereiten. Denn zu Bankschliesstagen und damit zu Nichtfunktionieren von Plastikgeld (Kreditkarten, Bankomat, etc.) wird es in Folge kommen. Möglicherweise werden aus Hunger auch Supermärkte geplündert. Dann sollte man zumindest für einige Wochen Lebensmittel und Trinkwasser zu Hause gelagert haben!

Wie schon erwähnt, niemand weiss, wie´s kommen wird! Aber man sollte doch auf gewisse Eventualitäten vorbereitet sein.

Die breite Masse ist es jedenfalls nicht! Sie sieht die Gefahr einer drastischen Verschärfung der Krise (noch) nicht! Und irgendwann ist es zu spät - morgen, nächste Woche, nächstes Monat, in einem halben Jahr ...

Mittwoch, 30. Mai 2012

Worüber man auch nachdenken sollte!

NEXUS Magazin: http://www.nexus-magazin.de/artikel/lesen/was-es-wirklich-bedeutet-organe-zu-spenden-ein-blick-auf-die-dunkle-seite

Was es wirklich bedeutet, Organe zu spenden: ein Blick auf die dunkle Seite

Wer sich zur Organspende im Falle seines Todes bereit erklärt, entscheidet sich dazu oftmals in dem Glauben, damit eine gute Tat zu tun, zumal die vermeintlich für das eigene Leben keine Konsequenzen mehr hat. Dies könnte sich als verheerender Irrtum herausstellen, denn die Entnahme des Spenderorgans muss im noch warmen Körper erfolgen. Ob der in allen Fällen wirklich schon tot ist, scheint überaus fraglich. Auch für den Empfänger bleibt der Nutzen fraglich, denn ein fremdes Organ zu empfangen (und zu behalten) bedeutet lebenslange Abhängigkeit vom Medizinbetrieb.

In unserem Land wird vielerorts für Organspenden von Toten geworben. An diesen Aufrufen beteiligen sich neben den direkt involvierten Medizinern auch Kirchen, Politiker und Medien. Dies liegt daran, dass es bei weitem mehr potentielle Empfänger für Organe gibt als Spender. In der Öffentlichkeit wird die Bereitschaft, Organe zu spenden, daher als Akt der Nächstenliebe dargestellt. Dahinter liegt jedoch eine grausame Wahrheit.
In Deutschland setzt eine Organtransplantation die Einwilligung des verstorbenen Organspenders voraus. Allerdings liegt nur bei sechs Prozent aller verpflanzten Organe die persönliche Einwillung des Spenders vor, während es in ca. 94 Prozent der Fälle die Angehörigen waren, die in die Transplantation einwilligten. Die gesetzliche Grundlage für diese Praxis liegt in der sog. „erweiterten Zustimmungsregelung“, die seit dem 1. Dezember 1997 gültig ist und die es erlaubt, das fehlende Einverständnis eines Verstorbenen auch durch die Zustimmung seiner nächsten Angehörigen zu ersetzen, sofern dies dem mutmaßlichen Willen des Verstorbenen entspricht.
Da dies noch immer nicht den Bedarf an Spenderorganen deckt, beschloss der Bundestag mit den Stimmen aller Parteien am 24.11.2011 die sog. Entscheidungslösung, die in diesem Jahr als Gesetz verabschiedet werden wird. Bei dieser Regelung soll jeder Bürger per Befragung entscheiden, ob er nach seinem Tod zum Organspender werde möchte oder nicht. Die Erklärung soll behördlicherseits registriert werden, z. B. auf der elektronischen Gesundheitskarte. Diese Erklärung wird also häufig von Personen abgegeben werden, die das 20. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Man hofft, auf diese Weise die Zahl der Spender, die vor ihrem Tod in die Organentnahme einwilligen, wesentlich zu erhöhen, und die Zahl der Angehörigen zu verringern, die sonst befragt werden müssten. Für den, der noch keine Entscheidung getroffen hat – das sollen in Zukunft aber die Wenigsten sein – entscheiden nach seinem Tod weiterhin die Angehörigen. Indessen dürfte den Hinterbliebenen häufig der Wille des Verstorbenen mangels vorheriger Aussprache gar nicht bekannt sein. So ist also zu erwarten, dass in vielen Fällen Angehörige etwas spenden, das ihnen gar nicht gehört. Analog zu Verträgen zu Lasten Dritter müssten derartige Einwilligungen eigentlich sittenwidrig und deshalb unwirksam sein. Derartiges gibt es nur im Transplantationsrecht, und daran erkennt man das hohe Interesse an verwertbare Organe von Verstorbenen heranzukommen.
Abgelehnt wurde vom Deutschen Bundestag jedoch die sog. Widerspruchsregelung. Nach diesem Entwurf dürften Organe nach dem Tod des Patienten auch gegen den Willen der Angehörigen entnommen werden – wenn der Verstorbene dem nicht vorher zu Lebzeiten ausdrücklich widersprochen hat. Sein Widerspruch würde in einem dafür vorgesehenen Widerspruchsregister festgehalten.
Im Gegensatz zu Deutschland gilt diese Widerspruchsregelung in den meisten europäischen Ländern; die erweiterte Zustimmungsregelung dagegen nur in sechs Staaten Europas. Deutschen Touristen, deren Widerspruch nicht in einem dafür vorgesehenen Widerspruchsregister des jeweiligen Landes festgehalten ist, können daher nach ihrem Tod Organe jeder Art und in jedem Umfang zu Transplantationszwecken entnommen werden, wenn sie der Tod in Frankreich, Italien, Lettland, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn und Zypern ereilt. In allen diesen Ländern gilt, wie gesagt, die Widerspruchslösung. Doch welcher Tourist lässt vor einer Reise seinen Widerspruch im Widerspruchsregister des betreffenden Landes eintragen? Die Angehörigen haben lediglich in Belgien, Finnland und Norwegen noch ein Einspruchsrecht! Noch drastischer ist es in Bulgarien: Dort gibt es noch nicht einmal ein Widerspruchsrecht. Es gilt stets die sog. „Notstandsregelung“. Entnommen werden kann, was jeweils dringend benötigt wird. Bulgarien kann daher eigentlich nur besuchen, wem diese Perspektive keine Sorgen bereitet.
Hat der Gesetzgeber in Deutschland angenommen, dass sich die Kluft zwischen Organspendern und Empfängern durch die neue Regelung verkleinern würde, so dürfte dies aber ein Irrtum sein. Denn so, wie die Dinge liegen, wird mit der Zahl der Organspender auch die Anzahl der Transplantationsempfehlungen als „Therapie der Wahl“ zunehmen, denn an Organverpflanzungen wird sehr viel Geld verdient. Laut einer Studie der Hamburger Universitätsklinik wird jedoch in Deutschland die Therapie der Herztransplantation in zwei Dritteln der Fälle vorschnell angeboten! 1 Laut dem Deutschen Bundesrat sollte jeder, der sich für eine Organspende entscheidet, ausreichend darüber informiert sein, wofür er sich entscheidet.
Jeder, der sich zur Organspende bereit erklärt hat oder dessen Angehörige nach seinem Tod dem zustimmen und jeder, der in einem Land stirbt, in dem die sog. Widerspruchsregelung gilt, sollte wissen, dass nach seinem „Tod“ (wir kommen noch dazu, was die Anführungszeichen bedeuten!) nur lebendfrische Organe entnommen und transplantiert werden können, also nicht die leblosen Organe einer Leiche. Als transplantierbare Organe gelten: Lunge, Herz, Nieren, Leber, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm. In Einzelfällen wurden auch Körperteile wie Gesicht, Hände, Arme, Luftröhre, Kehlkopf, Zunge und Penis entnommen. Zu den transplantierbaren Geweben gehören: Haut, Knochen und Kochenteile, Herzklappen, Herzbeutel, Augen, Blutgefäße, Knorpelgewebe, Sehnen und Bänder.
Nachdem der südafrikanische Chirurg Christian Barnard im Dezember 1967 die erste Herztransplan-tation vorgenommen hatte, der 1968 in den USA weitere 70 Fälle folgten, begann die Staatsanwaltschaft wegen vorsätzlicher Tötung gegen die Transplantationschirurgen zu ermitteln. 1968 definierte eine ad-hoc eingesetzte Harvard-Kommission dann den Tod des Menschen neu: Als „Tod“ definierte sie nun bereits das irreversible Koma. Als Bedarf für dieses neue Todeskriterium nannte sie u. a. die überholte klassische Definition des Todes, die zu Kontroversen bei der Beschaffung von Organen von Patienten führen könnte, die bisher als noch lebende, zu pflegende Patienten angesehen worden seien. Damit hob die Harvard-Kommission die bisher seit Jahrtausenden geltende Erkenntnis auf, wonach ein Mensch erst dann tot ist, wenn sein Herz und seine Atmung irreversibel zum Stillstand gekommen sind, Geist und Seele also den Körper endgültig verlassen haben. Zuvor hatten 1959 die beiden französischen Ärzte Molaret und Goulon erstmals den Zustand des irreversiblen Komas beschrieben, bei dem das Gehirn durch Sauerstoffmangel irreversibel zerstört ist. Diesen Zustand hatten sie als „coma dépassé“ (endgültiges Koma) beschrieben, jedoch nicht als Tod. Bitte lassen Sie uns festhalten: Bis dahin hatte immer gegolten, dass ein Mensch erst dann verstorben, erst dann tot war, wenn sein gesamter Organismus – Herzatmung und der gesamte Kreislauf – zum Stillstand gekommen war. Erst dann erkaltet der Körper des Verstorbenen, Totenflecken zeigen sich, die Leichenstarre stellt sich ein und der Verwesungsprozess folgt. Mit diesem lösen sich Geist und Seele durch Zerreißen des silbernen Bandes irreversibel vom irdischen Körper und kehren zurück ins Jenseits, der wahren, ewigen Heimat des Menschen. Im Bereich atheistischer, materialistischer medizinischer Wissenschaft existieren Geist und Seele eines Menschen jedoch nicht.
Seit die Schulmedizin die Organtransplantation ins Programm aufgenommen hat, ist der Todeszeitpunkt also juristisch zeitlich vorverlegt worden und wird seitdem auch immer noch weiter vorverlegt, um dem „Toten“ – in Wirklichkeit aber einem Sterbenden – lebendfrische Organe, wie z. B. das bis dahin noch schlagende Herz oder andere bis dahin voll durchblutete Organe wie Niere, Leber, Lunge, Bauchspeicheldrüse und Augen etc. entnehmen zu können. Denn nach dem deutschen Transplantationsgesetz (TPG) dürfen lebenswichtige Organe nur von Toten entnommen werden. Im Interesse der Organtransplantation hat sich die Definition des „Hirntods“ als Todeszeitpunkt des Menschen nahezu weltweit durchgesetzt. Behilflich wurde dabei auch die Bundesärztekammer. Sie konstatierte, dass mit dem Hirntod angeblich medizinisch-naturwissenschaftlich der Tod des Menschen klar festgestellt sei. Wem ist schon bekannt, dass sich hinter der Bezeichnung „Bundesärztekammer“ ein nicht rechtsfähiger Verein von Landesärztekammern verbirgt, jedoch keine öffentlich-rechtliche Institution auf Bundesebene, wie der Name eigentlich impliziert! An der Feststellung der Bundesärztekammer, dass mit dem Hirntod der Tod des Menschen festgestellt sei, ändert die Tatsache nichts, dass es sich bei dem Patienten zu diesem Zeitpunkt um einen Körper handelt, dessen Herz noch schlägt und den gesamten Kreislauf aufrechterhält, der noch seine normale, warme Temperatur und Stoffwechsel aufweist. Auch das funktionsunfähige Gehirn ist noch durchblutet und keineswegs erkaltet wie bei einem Toten. Daher ist es auch noch längst nicht in den Verwesungsprozess übergegangen. Bis zur Feststellung des Gehirntods (und damit juristisch gesehen: des Todes des Patienten durch Ärzte) wurde dieser vom Pflegepersonal noch als Komapatient behandelt: Er wurde ernährt, gewaschen und in jeder notwendigen Weise gepflegt. Männliche „Gehirntote“ sind selbst noch zu einer Erektion fähig. Weibliche schwangere Gehirntote lassen in ihrem Körper ein Embryo weiter wachsen und bis zu seiner Geburt reifen. Auch Wunden können noch ausgeheilt werden. Dr. Zieger berichtete 1996 dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags, dass Komapatienten auf äußere Ereignisse und soziale Stimuli, wie etwa den Besuch von Angehörigen, eindeutig reagieren. Gehirntote können noch Tage, Wochen, auch noch Monate oder jahrelang leben, bis sie einem würdevollen, friedlichen Tod begegnen. Deshalb hat das Pflegepersonal häufig seine Probleme damit, dass ein irreversibel komatöser Patient, den sie bis dahin in vollem Umfang gepflegt hatten, zu einem bestimmten Zeitpunkt als vorgesehener Organspender von den Ärzten als tot erklärt wird, obwohl er nach wie vor wie ein Schlafender lebend,, warm und atmend im Bett liegt. Kein Wunder, dass Professor Franco Rest äußerte: „Den Hirntod gibt es überhaupt nicht; er ist eine Erfindung der Transplantationsmedizin.“
Mediziner, die die Hirntod-Diagnose stellen, bereiten dem Patienten zuvor schmerzhafte Erfahrungen: Der Eingriff dient nämlich in der Regel der Organbeschaffung, und nicht dem Wohl des Patienten. Die klinische Untersuchung sieht u. a. vor: eine Provokation der Augenhornhaut mit einem Gegenstand; Stechen in die Nasenwand; Reizen des Rachenraums mit einem Gegenstand; Setzen eines heftigen Schmerzes zur Reizung von Reflexen; Reizung des Bronchialraums durch Absaugkatheter; festes Drücken der Augäpfel; Gießen von Eiswasser in die Gehörgänge. Zur Absicherung der Diagnose wird gelegentlich eine Angiographie mit Kontrastmittelgabe durchgeführt. Dieses Testverfahren kann beim noch lebenden Spender zu einem anaphylaktischen Schock mit Todesfolge führen. Die Deutsche Stiftung Organtransplantation empfiehlt als letzte klinische Untersuchung den Apnoe-Test: das Abschalten der Herz-Lungen-Maschine. Dabei kann es zu Blutdruckabfall, Herz-Rhytmus-Störungen oder gar zum Herzstillstand kommen.
Über belastende Untersuchungen, mögliche Gefahren und Fehleinschätzungen bei der Hirntoddiagnostik wird der spendenwillige Bürger jedoch derzeit nicht aufgeklärt. Unbekannt bleibt, wie häufig Fehldiagnosen eines Gehirntods gestellt werden. Derartiges wird selbstverständlich nicht in Fachzeitschriften publiziert. Indessen wurden Fälle bekannt, in denen bei „Hirntoten“, durch Fortsetzung lebenserhaltender Maßnahmen diese Patienten wieder gesund wurden. Die Autoren einer entsprechenden Studie warnten vor der Fehldiagnose des Hirntods.2 So wurde bei der 56-jährigen Gloria Crux der Hirntod diagnostiziert und prognostiziert, dass sie innerhalb von 48 Stunden sterben würde. Sie überlebte aber, weil ihr Mann das Abschalten der Geräte verhindern konnte. Eine weitere Betroffene, Frau Rosemarie Körner, berichtete:
„Hätte man ihm (ihrem damaligen Ehemann) aufgrund der mehrmaligen Hirntod-Diagnose Organe entnommen, würde er heute nicht mehr leben, nicht zum dritten Mal verheiratet sein.“
Vor der Organentnahme auf dem Operationstisch erhalten diese angeblich Toten häufig muskelentspannende und schmerzstillende Medikamente. Hier und da bekommen sie auch eine Vollnarkose oder werden örtlich anästhesiert. Nicht selten schnallt man sie auf dem Operationstisch fest, um irritierende Bewegungen zu verhindern. Daraus ist unschwer zu entnehmen, dass die Organtransplanteure keineswegs davon ausgehen, dass der Organspender, dem auf dem Operationstisch lebendfrische, warme Organe – etwa das noch schlagende Herz – herausgeschnitten werden, bereits im eigentlichen Sinne tot und ohne jedes Schmerzempfinden sei. Ganz im Gegenteil! Wie bei einem operierten, lebenden Patienten reagiert auch der Hirntote auf unbewusste Schmerzen: Die Pulsfrequenz schnellt hoch, der Blutdruck verändert sich, Hormone werden ausgeschüttet. Ein wirklicher Toter, ein Leichnam, ist zu solchen Reaktionen selbstverständlich nicht mehr fähig. Da ein Schmerzempfinden in solchen Fällen nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden kann, ist in der Schweiz bei der Organentnahme am „Toten“ inzwischen eine Vollnarkose vorgeschrieben. Selbst die Deutsche Stiftung Organtransplantation empfiehlt zur „Optimierung des chirurgischen Eingriffs“ 5 Fentanyl, ein synthetisches Opioid. Es ist eines der stärksten Schmerzmittel – ca. 100 Mal stärker als Morphin. Gescheut wird die Empfehlung einer Vollnarkose, wahrscheinlich weil dies auch dem Laien offenbaren würde, dass der tote Organspender in Wirklichkeit noch gar nicht tot ist.
Zu Zwecken der Organentnahme wird der auf dem OP-Tisch liegende Körper des Hirntoten von der Kehle bis zum Schambein aufgeschnitten bzw. aufgesägt. Als Erstes gießt man sodann Eiswasser in den aufgeklappten Körper, dann werden die einzelnen Organe herausgeschnitten. Erst danach tritt der eigentliche, endgültige Tod der ausgenommenen körperlichen Hülle des Patienten ein, jedoch nicht der entnommenen Organe, die in anderen Patienten weiter leben und weiter funktionieren sollen. Dem SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Wolfgang Wodarg, von Beruf Arzt, wurde die Bitte abgelehnt, als Zuschauer einer Organentnahme beizuwohnen. Als Begründung wurde mitgeteilt, die einem Schlachtfeld ähnelnde Szene sei keinem Zuschauer zuzumuten. Und dies wahrscheinlich aus gutem Grund! Der Blutverlust beim Aufschneiden eines noch von der Blutzirkulation durchpulsten, lebenden Körpers von der Kehle bis zum Schambein und das anschließende Ausschlachten von Organen führt fast zum totalen Blutverlust der körperlichen Hülle. Die Chirurgen stehen wegen der Blut- und Wasserüberschwemmung des Fußbodens häufig auf Matten oder Tüchern.
Wie schon vorher erwähnt, werden übrigens nicht nur Organe entnommen, sondern auch Gewebe. Infrage kommt hier praktisch der gesamte Körper, z. B. die Oberschenkelknochen. Für den Bestatter muss der Leichnam („der Hampelmann“) dann erst wieder stabilisiert werden – zum Beispiel, indem man ihn mit Besenstielen austopft und zunäht. Herausgenommene Augen werden zugeklebt oder durch Glasaugen ersetzt. Wie in der Ärztezeitung vom 31. August 2000 zu lesen war, hält der britische Anästhesist Dr. Peter Young es grundsätzlich für möglich, dass hirntote Patienten bei der Organentnahme Schmerzen empfinden können. Andere britische Narkose-Fachärzte haben dem zugestimmt. Dr. Philip Keep vom Norfolk und Norvich Hospital, Norvich, ließ die Hörer eines Radio-Programms der BBC wissen, dass er eine Organspende für sich persönlich ablehne. Er erklärte dazu:
„Ich habe während meiner langjährigen Arbeit im OP dutzende hirntote Organspender gesehen, die bei der Entnahme der Organe Reaktionen zeigten. Ich möchte und kann nicht ausschließen, dass dies auf ein gewisses Schmerzempfinden des Organspenders hindeutet.“
Er vertritt daher die Auffassung, dass hirntote Organspender vor einer Organentnahme grundsätzlich anästhesiert werden sollten. Die Verabreichung einer Vollnarkose oder stärkster Schmerzmittel schließt wohl die Annahme aus, dass deren Körper schon tot seien. Doch in der Anatomie gibt es Probleme dieser Art nicht.
Gemäß heutiger Neurowissenschaft sind die Eingeweide von mehr als 100 Millionen Nervenzellen umhüllt. Dieses „zweite Gehirn“ ist gleichsam ein Abbild des Kopfhirns: Zelltypen, Wirkstoffe und Rezeptoren sind exakt gleich. Oft entscheidet der Mensch buchstäblich „aus dem Bauch heraus“. Solange „das Bauchhirn“ noch lebt, kann es die Todesdefinition „Hirntod = Tod“ nicht geben. Das gilt natürlich auch für das Herz und seine Intelligenz. Auch nach dem Hirntod kann es weiter schlagen. So liest man beispielsweise im Buch „Die Herz-Intelligenz-Methode“3:
„Dank seiner komplexen Schaltkreise kann es [das Herz] unabhängig vom Gehirn im Kopf arbeiten. Es kann lernen, sich erinnern, ja selbst fühlen und empfinden.“
Nicht umsonst sagt man, uns „geht etwas zu Herzen“, „das Herz wird schwer“ oder das Herz könne „brechen“.
In der Beilage „Organspende und Selbstbestimmung“ der Zeitschrift Das Parlament 4 war in dem Artikel „Wie tot sind Hirntote? Alte Fragen – Neue Antworten!“ u. a. zu lesen:
„Kritiker der Gleichsetzung von Tod und Hirntod wie der Philosoph und Nobelpreisträger Hans Jonas halten am klassischen Todeskonzept fest. Sie plädieren dafür, den Komapatienten oder den Hirntoten im Zweifel so zu behandeln, als sei er noch auf der Seite des Lebens, da wir die exakte Grenze zwischen Leben und Tod nicht kennen und der Mensch nicht von seinem Körper zu trennen oder im Gehirn zu lokalisieren sei.“
Jonas warnt davor, das Hirntod-Kriterium in den Dienst der Organ-Beschaffung zu stellen. Der Therapieabbruch bei hirntoten Patienten sei nur dann gerechtfertigt, wenn er dem Interesse des Patienten selbst diene, aber nicht für fremdnützige Zwecke. Auch Gehirnforscher und andere Wissenschaftler stellten fest, dass die Gleichsetzung von Hirntod und Tod aus physiologischer Sicht unhaltbar sei, ebenso wie die Gleichsetzung hirntoter Patienten mit Leichen. Dr. Manfred Lütz, Theologe, Arzt und Mitglied im Direktorium der Päpstlichen Akademie für das Leben äußerte sich in einem Radio-Interview wie folgt: „Was die Kirche sagen kann, ist: Man darf nicht jemanden töten, um an seine Organe zu kommen.“ So stellte auch das „Presidents’ Council on Bioethics“ (USA) 2008 eindeutig klar: „Der Hirntod ist naturwissenschaftlich nicht dem Tod gleichzusetzen.“ Ist dies richtig, so wird jeder „gehirntote“ Organspender von den Transplantationschirurgen auf dem OP-Tisch erst durch die Entnahme seiner Organe getötet. So wundert es nicht, dass Papst Benedikt XVI. forderte, dass Organe nur ex KADAVERE (vom Leichnam) entnommen werden dürften. Er selbst zog seine Bereitschaftserklärung zur persönlichen Organspende zurück.
Wegen der völlig unzulänglichen Aufklärung durch Politik und Medien erwarten auch die Mitglieder der Initiative „Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V.“ (KAO), dass seitens der dafür Verantwortlichen endlich eingestanden wird, dass der „Hirntod“ keine wissenschaftliche, sondern eine juristische Definition ist, um von einem sterbenden, lebenden Menschen straffrei lebendfrische Organe entnehmen zu können. Diese Initiative wurde von Eltern gegründet, die ihre verunglückten Kinder zur Organentnahme freigegeben hatten, ohne zuvor über den allumfassenden Sachverhalt ordnungsgemäß aufgeklärt worden zu sein. Sie hatten erst nach der Entnahme begriffen, dass lebende Organe nicht von Menschen entnommen werden können, die bereits wirklich tot sind, wie sie vorher angenommen hatten. Zahlreiche dieser Eltern haben sich öffentlich geäußert. Darunter auch Frau Renate Greinert, deren umfangreicher Äußerung folgende Passagen zu entnehmen sind:
„Wir befinden uns durch die Transplantationsmedizin im modernen Kannibalismus. Der Mensch reißt seinem Gegenüber nicht mehr sein Herz aus der Brust und verspeist es zur eigenen Kraftgewinnung, nein, in der heutigen Zeit legt sich der Mensch auf einen Operationstisch, schließt die Augen und lässt einverleiben.…Ich gab den Kampf um meinen Sohn auf, weil der Arzt sagte, Christian sei tot. Eine ungeheuerliche Situation: Ich wende mich von meinem Kind ab, das warm ist, lebendig aussieht und behandelt wird wie ein Lebender, weil der Arzt sagt, mein Kind ist tot. Ich musste gegen mein eigenes Empfinden glauben. Ich habe meinen Sohn vor seiner Beerdigung noch einmal gesehen. Er erinnerte mich an ein ausgeschlachtetes Auto, dessen unbrauchbare Teile lieblos auf den Müll geworfen wurden. Wir waren bereit gewesen, ein Organ zu spenden, jetzt erfuhr ich, dass die Mediziner meinem Sohn Herz, Leber, Nieren und Augen entnommen hatten, man hatte ihm sogar die Beckenkammknochen aus dem Körper gesägt. Zerlegt in Einzelteile war er dann über Europa verteilt worden. Er war zum Recyclinggut geworden. Ich war gar kein Einzelfall, wie mir eingeredet werden sollte. Alle diese Angehörigen waren – wie ich – unaufgeklärt oder falsch informiert in die Organentnahme manipuliert worden. Alle Angehörigen der Organspender sind davon ausgegangen, dass ihre Kinder so tot waren, wie man sich TOT-SEIN vorstellt. Alle erinnerten sich daran, dass ihre Kinder aber gerade nicht kalt, starr, leblos und ohne Atem waren. Im Gegenteil: Sie waren warm, einige schwitzten, sie wurden wie Patienten versorgt und behandelt. Die Mütter erzählen von nächtlichen Albträumen, in denen ihre Kinder schreien und ihnen vorwerfen, sie verlassen zu haben. Und das genau haben wir getan. Es ist nicht zum Aushalten! Wir finden keinen Weg aus der Schuld. Kassierer, Gewinner ist der Transplantationsmediziner, der seinem Traum, den Tod zu besiegen, einen wesentlichen Schritt näher gekommen ist. Die Gesellschaft wird mit ihrer Angst vor dem Sterben so manipuliert, dass wir uns alle nur in der Rolle der Organempfänger sehen, aber nicht als Lieferant. Die Akzeptanz der Organspende beruht darauf, dass keiner mehr sterben will. Jeder hofft, auf Kosten eines anderen zu überleben. Über Organverteilerstellen werden sie wie Ware angeboten und in Europa verteilt. Entnommen und in Kühlboxen verpackt werden sie per Hubschrauber oder Jet in Transplantationszentren geflogen und verwertet. Der Mensch verkommt zum Sonderangebot, tiefgefroren bis zur Verwertung. Wollen wir das wirklich oder sollten wir nicht endlich Einhalt gebieten? Es war ein langwieriger Prozess, zu begreifen, dass Sterben etwas Alltägliches ist, dass der Tod die Krönung des Lebens ist. Die einzige Alternative zur Transplantationsmedizin für Spender und Empfänger von Organen, für jeden von uns, ist die Akzeptanz des Sterbens.“
Frau Renate Focke, Mutter des 1997 verunglückten Arnd, äußerte in der Schrift der KAO „Organspende – Die verschwiegene Seite“, dass im Fall ihres Sohnes eindeutig gravierende Verstöße gegen das Transplantationsgesetz begangen worden seien. Ihr Ehemann, Gebhard Focke, äußerte sich dort wie folgt:
„Ich werfe mir vor, dass ich ihn habe sterben lassen, während er aufgesägt und aufgeschnitten wurde, während er mit kalter Perfusionslösung durchspült wurde – und das alles ohne Narkose. Keiner weiß aber genau, was ein sog. ‚Hirntoter‘ noch empfinden kann. Ich werfe mir vor, dass ich tatsächlich meinen Sohn für tot hielt, als die Ärzte mir das verkündeten, obwohl er sich durch die Hirntod-Feststellung in keiner Weise verändert hatte. So aber fühle ich mich über den Tisch gezogen, meine Unwissenheit wurde ausgenutzt. Ich habe mir oft überlegt, was ich denn hätte wissen müssen, um eine begründete Entscheidung treffen zu können. Vielleicht hätte schon folgende Frage ausgereicht: ‚Ihr Sohn liegt im Sterben. Sind Sie damit einverstanden, dass er auf dem OP-Tisch zu Ende stirbt, während ihm die Organe entnommen werden?‘ Ich hoffe, dass ich dann die Ärzte vom Hof gejagt hätte. Wer möchte sein Kind schon auf solch schreckliche Weise sterben lassen? […] Wenn ich gewusst hätte, dass es begründete Zweifel am Hirntod-Konzept gibt, hätte ich meine Zustimmung zur Organentnahme nie gegeben – wer möchte seinen hilflosen Angehörigen solch einem ungewissen und grausamen Sterben ausliefern? […] Statt von der 100-prozentigen Zuverlässigkeit der Hirntod-Diagnostik zu fabulieren, sollte man die Öffentlichkeit darüber informieren, dass Studien das Gegenteil belegen. Statt den schwammigen Begriff der Nächstenliebe zu verwenden, sollten gerade die Kirchen ein Interesse daran haben, ihre sterbenden Mitglieder nicht schutzlos der Medizin auszuliefern, sondern ihnen einen Übergang in Würde und Ruhe zu ermöglichen. Und die DSO sollte nicht dauernd von Solidarität in der Gesellschaft reden und damit die Ausbeutung des Einen zugunsten eines Anderen meinen. Zusammen mit der Pharma-Industrie, die an den Transplantierten, die ja Dauerpatienten sind, viel Geld verdient, ist hier ein Kartell entstanden, das Informationen nur dann fördert, wenn sie Werbung für Organspende darstellen. Sonst tut man alles, um die Öffentlichkeit nur in eine Richtung zu beeinflussen.“
Stets wird versucht zu verhindern, dass Angehörige die ausgeschlachtete, leblose körperliche Hülle des „Organspenders“ nach der Entnahme sehen. Diejenigen, denen es dennoch gelingt, sind entsetzt. Der sich ihnen bietende Anblick verfolgt sie meist ihr ganzes Leben lang. Das Gesicht des Spenders zeigt nicht den beseelten Frieden von Menschen, die man in Würde hat sterben lassen. Sie spiegeln vielmehr Furcht, Angst und fürchterliche Schmerzen wider. Blonde Haare junger Menschen sind ergraut oder weiß geworden. Die Haut des entbluteten Körpers zeigt sich in einem unnatürlichen grauweißen Farbton. So äußerte sich Frau Gisela Meyer, Mutter des verunglückten Sohns Lorenz wie folgt:
„Beim Anblick meines Sohns glaubte ich zunächst an einen Irrtum. Ich erkannte ihn nicht, weil sein zuvor unverletztes Gesicht so entstellt war. Bis dahin hatte ich schon als Krankenschwester und in der eigenen Familie Sterbende begleitet und in das Gesicht von Verstorbenen geschaut. Ich hatte keine Berührungsängste und kannte den friedlichen und entspannten Gesichtsausdruck, der sich oft bei Verstorbenen einstellt. Das Gesicht meines Kindes war hingegen ganz klein geworden, die Lippen, seine schönen vollen Lippen, waren zusammengepresst, der Gesichtsausdruck sah nach Schmerzen aus. Seine Haare waren nass, die Augen mit Mulllagen bedeckt und kreuzweise verklebt. Entgegen den Behauptungen der Transplantationsmediziner bin ich überzeugt, dass mein Kind bei der Organentnahme Schmerzen erlitten hat. In seinem Sterben war ihm noch Schlimmes widerfahren. Nach der Krankenakte, die wir später lasen, bekam er eine Lokalanästhesie – warum? Hatte er sich bei der Operation bewegt? Hatte der Arzt gemerkt, dass er mit Schmerzen reagierte? […]“
Darüber, wie viele Organtransplantationen missglücken, wird nicht gesprochen – zumindest nicht in der Öffentlichkeit. Der Empfänger erhofft sich die Verlängerung seines Lebens mit dem fremden Organ. Am eigenen Körper muss er dann erfahren, was es bedeutet, für den Rest seines Lebens in die Abhängigkeit vom Transplanteur und anderer Ärzte zu kommen. Mit hohen Cortisongaben und anderen Medikamenten müssen die Abstoßungsreaktionen des fremden Organs ständig bekämpft werden. Das setzt die eigene Immunkraft herab und hebt sie letztlich auf. Bakterien, Viren und Pilze haben freien Eingang in den ungeschützten Körper des Empfängers und können sich dort ungehindert vermehren. Die Pharma-Industrie verdient exzellent an Organempfängern. Die monatlichen Medikamentenkosten betragen oft tausende Euro. Hier und da müssen verbrauchte, eingesetzte Organe durch wiederum neu beschaffte ersetzt werden! Mancher Organempfänger stirbt qualvoll an Infektionen, gegen die sich sein Körper nicht mehr wehren kann. Der Preis, den der Organempfänger für die gewonnene Verlängerung des Lebens seines irdischen Körpers zahlt, ist hoch. Das fremde Organ wird nie ein eigenes. Häufig sind auch Wesensveränderungen zu beobachten.5 Vegetarier, denen das Organ eines Fleischessers eingepflanzt wurde, verspüren beispielsweise plötzlich einen wilden Hunger auf Fleisch. Eine 35-jährige Frau, die das Herz eines Callgirls erhalten hatte, konnte danach von Sex nicht mehr genug bekommen. Ein Arbeiter ohne kulturelle Neigungen, dem man die Leber eines jungen Geigers übertragen hatte, interessierte sich plötzlich für klassische Musik. Ein zehnjähriges Mädchen wurde seit der Transplantation von schweren Albträumen geplagt. Es hatte das Herz einer Achtjährigen erhalten, die ermordet worden war. Die Empfängerin des Herzens konnte das Verbrechen an der Organspenderin so genau beschreiben, dass die Polizei den Täter ermitteln und festnehmen konnte. Direkt nach einer Transplantation treten auch Euphorie, Verwirrtheitszustände und halluzinative Erlebnisse auf. Typisch sind Wahnideen von Raub und Tötung. Die Ärzte, die mit diesen Problemen überhaupt nicht vertraut sind, führen dies zumeist auf Folgen der verordneten Medikamente zurück. Dies alles ist noch ein großes, dunkles, unübersehbares Feld!
Zieht man aus all dem die Bilanz, lässt sich unschwer erkennen: Die Diagnose „Gehirntod“ bedeutet für einen im Sterbevorgang lebenden Patienten das endgültige Todesurteil, und zwar durchgeführt auf grausamste Weise. Vollstreckt wird es von Chirurgen auf dem Operationstisch anlässlich der Organentnahme. Die Spuren dieses Vorganges werden von den Angehörigen danach auch in der Leichenhalle wahrgenommen – soweit es überhaupt dazu kommt.
Da der Mensch entgegen der atheistischen, materiellen medizinischen Wissenschaft nicht nur aus einem organischen Körper besteht, sondern eine Einheit aus Körper, Geist und Seele bildet, die sich wechselseitig völlig durchdringen, bleibt es der Phantasie des Einzelnen überlassen, was die „Organ-Geist-Seele-Transplantation“ für Spender und Empfänger in Wahrheit bedeuten muss und welche Folgen dies hat – nicht nur im körperlichen, sondern auch im geistig-seelischen Bereich. So fragt auch der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) in seiner Schrift „HIRNTOD – Der neue Tod bei lebendigem Leib“:
„Sollen wir das christliche Menschenbild von der Ganzheit des Menschen aus LEIB, SEELE, GEIST aufgeben und das Maschinenmodell der Transplantationsmedizin übernehmen?“
Mediziner klären Organspender oder deren Angehörige und Organempfänger selbstverständlich nicht über solche Aspekte auf. Sie können es auch nicht, weil ihre atheistische, materielle Medizin-Wissenschaft wohl den irdischen menschlichen Körper, nicht aber dessen Geist und Seele kennt. Im Interesse der Einwilligung zur Organspende und dem Wunsch nach der Einverleibung von Organen anderer Menschen wird aber auch viel von dem verschwiegen, was sie im Bereich dieser materiellen Welt zu erkennen vermögen. Der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. zitiert den Transplantations-Medizin-Professor Rudolf Pichlmayr in seiner Schrift „Organspende – Die verschwiegene Seite“: „Wenn wir die Gesellschaft über die Organspende aufklären, bekommen wir keine Organe mehr.“ Aufklärung erfolgt daher hauptsächlich einseitig „pro Organspende“. Nicht verwunderlich ist in diesem Zusammenhang die Meinung des Vorsitzenden der Ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer, Prof. Hans Lilie:
„Es bleibt dem Einzelnen überlassen, sich selber die notwendigen Informationen zu besorgen, sodass eine Organspende auch dann zulässig ist, wenn der Betreffende sich für die Spende ausgesprochen hat, ohne über die Einzelheiten zuvor aufgeklärt worden zu sein.“6
Dr. med. M. O. Bruker, dessen Gesundheitsbücher in über drei Millionen Exemplaren vertrieben wurden, äußerte sich wie folgt:
„Ich schäme mich für den Ärztestand, dass nicht alle Kolleginnen und Kollegen aufstehen und laut NEIN sagen zu der Art der Aufklärung über die Organtransplantation. Sie befürworten damit stillschweigend ein dunkles Geschäft, das unethisch und unmoralisch betrieben wird. Es setzt sich über die Menschenwürde hinweg und nimmt eine Tötung des Lebenden billigend in Kauf. Von dieser Art der Geschäftemacherei distanziere ich mich auf das Schärfste und mit ihr sicher der größte Teil der Ärzte.“ Er schrieb auch: „Heute gilt – wie absurd – der ‚Hirntod‘ als Gesamttod, obwohl keine ausreichenden Beweise dafür vorliegen. Auf diese Weise wurde durch die Gesetzgebung ein Freispruch für alle ‚Handlanger‘ dieses ‚Mordsgeschäfts‘ erreicht.“ 7
Andreas Brenner, Philosophie-Professor an der Universität Basel und an der Fachhochschule Nordwest-Schweiz, der sich insbesondere mit Bioethik und Biopolitik befaßt, antwortete auf die Frage, ob der Mensch tot ist, wenn sein Gehirn nicht mehr funktioniert:
„Ein Hirntoter ist nach allgemeiner Definition ein Mensch mit einer starken Gehirnschädigung. Und diese ist vermutlich irreversibel. Das bedeutet aber nicht, dass er tot ist.“
Prof. Andreas Brenner, mit der Behauptung konfrontiert, in den USA disktutiere man inzwischen darüber, die „Gehirntod“-Definition fallen zu lassen und von Tötung zu sprechen, äußerte sich wie folgt:
„Ja, man findet das Hirntod-Konzept einerseits nicht schlüssig und gibt zu, dass Organentnahme bei Hirntod eine Tötung ist, will aber mit der Transplantationsmedizin trotzdem weitermachen. Man überlegt sich nun, die Organentnahme als ,justified killing‘ zu betrachten, als gerechtfertigtes Töten. Das ist verheerend. Damit verabschiedet man sich vom Geist des über 2.000 Jahre geltenden hippokratischen Eids, nach dem die Ärzte das Leben nicht beenden dürfen.“8
Von Professor Wolfgang Waldstein, Ordinarius an der Zivilrechtlichen Fakultät der Päpstlichen Lateralen Universität und Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben, stammt u. a. folgende Äußerung vom Februar 2012:
„Die absurde Formel der Transplantationsmedizin lautet: Leben retten durch Töten. Und dieses Töten wird kurzerhand als ,justifiable necessity for procuring transplantable organs‘ [gerechtfertigte Notwendigkeit, transplantierbare Organe zu beschaffen] erklärt. Wer kann dieses Töten wirklich rechtfertigen? Das Problem der Forderung der Bereitschaft zur Organspende liegt darin, dass sie die wohl meist nicht bewusste Bereitschaft einschließt, sich töten zu lassen. Und das darf nicht verschwiegen werden.“9
Nach alledem sind die hier gegebenen Informationen insgesamt zur Entscheidungsfindung des Einzelfalls unentbehrlich, denn die Quelle vieler Leiden ist die Unwissenheit. Wissen jedoch hilft, viele Leiden zu vermeiden. Dass die Medizin der Zukunft – nach Überwindung des materiellen Zeitalters – die gegen jede natürliche Ordnung gerichteten, perversen Organtransplantationen nicht mehr kennen wird, steht für mich fest.

Endnoten

1 Siehe „Herzloser Tod – Das Dilemma der Organspende“, S. 192 ff.
2 www.das-parlament.de/2011/20-21/Beilage/001.html
3 VAK-Verlag, S. 56
4 Ausgabe 20 / 21 2011
5 Hierzu berichteten wir bereits in NEXUS-Ausgabe 1.
6 Aus seinem Vortrag beim 110. Deutschen Ärztetag in Münster am 16.05.2007
7 Aus „Sterben auf Bestellung – Fakten zur Organentnahme“, Hrsg. Ilse Gutjahr, Dr. phil. Mathias Jung.
8 Aargauer Zeitung vom 9.8.2011
9 Die Tagespost, 11.2.2012, Nr. 18 / Nr. 6 ASZ
Anm. d. Redaktion: Kurz vor Drucklegung erreichte uns noch folgender Leserbrief:
„Vor etwas mehr als 13 Jahren hatte der Freund meiner Tochter Christine einen Autounfall mit wenigen Verletzungen aber Gehirndruck im Ausmaß des zehnfachen Normalwerts. Nach einigen Tagen wurde der Gehirntod festgestellt. Die Eltern wurden gefragt, ob die Geräte abgeschaltett werden sollten oder nicht, und ob sie einer Organentnahme zustimmen würden. „Nein“, war die Antwort. Igendwo schnappten wir die Info auf, sie dürften dies hier in Österreich trotzdem tun. Meine Tochter sah in den Sarg und wollte ein letzten Mal ihren Wolfi sehen. Das sei nicht mehr ihr Wolfi, waren ihre Worte. Ich hab ihn mir auch angesehen. Und ich habe zuvor schon Tote gesehen. Aber das war schlimm. Da war keine Seligkeit zu sehen, sondern eine verzerrte Grimasse. Man sah zwar nichts, aber es war wirklich nicht mehr der Wolfi. Heute weiß ich, warum. Ich hab damals gar nicht realisiert, dass sie ihn lebendig zerschnitten haben. Ich darf das seiner Mutter gar nicht sagen, die würde sterben. Was tut man in so einem Fall? Ich habe für mich beschlossen, sie zu verschonen. Sie ging damals mehr als ein Jahr lang jeden Tag ans Grab. (Er war erst 19 Jahre jung.) Ich hab ihr dann einmal gesagt, dass er keine Ruhe finden kann, weil sie ihn nicht gehen lässt und habe ihr Behandlungen gemacht und es wurde allmählich besser. Aber als sie bei meinem fünfzigsten Geburtstag meine Enkelin sah, musste sie so weinen, dass sie nicht mehr sprechen konnte. Es hätte auch ihre Enkelin werden können, wenn nicht …
Ich habe für mich selber beschlossen, einen Text bei mir zu tragen, der ausdrücklich darauf hinweist, dass ich keine Organspende erhalten darf, selbst wenn es möglich wäre. Ich will gehen, wenn es Zeit ist. Und ich bin frei von Angst. Zumindest jetzt. Und wenn es dann soweit ist, werden mir auch alle Engel helfen.
1995 hatte ich selber einen Unfall und ich war damals im Krankenbett soooo dankbar (sechs Wochen Intensiv), dass ich einem inneren Drang zufolge KEINEN Pass bei mir trug (wie irgendwo empfohlen), dass ich Organe spende, wenn … Ich war mehr tot als lebendig damals. Das dumpfe Gefühl, ich hätte dran glauben müssen, wenn so ein Pass gefunden worden wäre, umfängt mich noch heute … heute eigentlich erst recht. DANKE für deine Aufklärung! Es war schrecklich, den ganzen Bericht zu lesen und ich hab geweint vor Schmerz, aber es ist mehr als wichtig, das alles zu wissen!
Mir scheint, das Geschäft mit der Organspende baut unter anderem auch auf dieser Ohnmacht und dem folgendem Stillschweigen auf. Wie menschenverachtend!“

Kommentare

Kommentar von Angelika (31. März 2012, 19:18 Uhr)

Bravo zu diesem Artikel!
ich selbst habe mich sehr lange und oft damit beschäftigt und trage nun in meinem Impfpass dick in rot den Kommentar. keine Organspenden!
ich will gehen, wenn es meine Seele sagt und nicht ausgeschlachtet werden am lebenden Körper!
Zu diesem Thema empfehle ich das Buch von Pim van Lommel, Endloses Bewusstsein:neue medizische Fakten zur Nahtoderfahrung.
(Thomas wird mir nicht böse sein, wenn ich dieses Buch erwähne, auch wenn es ein anderer Verlag ist). Herr van lommel ist Arzt und als Arzt spricht er Organspenden an.
macht weiter so!
herzlich


Kommentar von Peter Mehring (01. April 2012, 16:54 Uhr)

Sorry aber ihre Beschreibung des Hirntodes ist nicht korrekt. Wenn der Hirntod festgestellt wurde liegt keine Spontanatmung mehr vor (s. Richtlinie der BÄK zur Feststellung des Hirntodes). Der Körper kann also garnicht Wochen und Monate weiterleben so wie sie schreiben. Es liegt doch nur deshalb eine Kreislauffunktion vor, weil der Körper künstlich beatmet wird, künstlich erwärmt wird und der Kreislauf mittels Herz-Lungenmaschinen aufrecht erhalten wird. Nur deshalb wird der Zellverfall verlangsamt. Also bitte genauer Recherchieren bevor solche Horrorbeschreiben dem Leser vorgauckeln er würde hier wie ein Stück Vieh geschlachtet werden.

Kommentar von Rosemarie (05. April 2012, 22:31 Uhr)

Vom Befürworter bin ich vor einigen Jahren zum Gegner von Organspenden geworden.
Da ich davon überzeugt bin, dass wir ewig leben, möchte ich auch kein Fremdorgan haben. Dann möchte ich lieber gehen und in einem neuen Körper mein nächstes Leben leben.

Vielleicht kommen wir sogar in einigen Jahren zur Methode von Grabovoi, Petrov und Arepjew. Zur Zeit lese ich den dritten Teil der Trilogie von Petrov. Und ich glaube, dass das unser zukünftiger Weg ist.


Kommentar von sil (06. April 2012, 16:02 Uhr)

@permalink
Sorry, das sind keine Horrorgeschichten. Der Spender wird bis zum Ende der Organentnahme künstlich beatmet, deshalb zeigt er ja auch Stress-Symptome wie rapiden Blutdruckanstieg Adrenalinausschüttung etc., wenn er aufgeschnitten wird. (Gramm et. al.)
Und natürlich gibt es auch- im beatmeten Zustand- den sog. chronischen Hirntod.
Da überleben als ganzhirntot- Diagnostizierte eine Woche, einen Monat, im Einzelfall auch 20 Jahre, bis es zur Desintegration des Organnismus kommt. Der Amerikanische Neurologe, der die Studie (chronic brain death) gemacht hat, ist Alan D. Shewman. Er trat Ende April im Dt. Ethikrat auf und sorgte mit seinem Vortrag für kontroverse Diskussionen. Shewmon war bis zu dieser Studie übrigens ein vehementer Vertreter der Ganz-Hirntod- Definition (nicht brain-stem-death). Dann erst wurde er zum Skeptiker.
Also erst die neuere wiss. Literatur lesen, dann von Horrorgeschichten sprechen.


Kommentar von sil (06. April 2012, 16:02 Uhr)

@permalink
Sorry, das sind keine Horrorgeschichten. Der Spender wird bis zum Ende der Organentnahme künstlich beatmet, deshalb zeigt er ja auch Stress-Symptome wie rapiden Blutdruckanstieg Adrenalinausschüttung etc., wenn er aufgeschnitten wird. (Gramm et. al.)
Und natürlich gibt es auch- im beatmeten Zustand- den sog. chronischen Hirntod.
Da überleben als ganzhirntot- Diagnostizierte eine Woche, einen Monat, im Einzelfall auch 20 Jahre, bis es zur Desintegration des Organnismus kommt. Der Amerikanische Neurologe, der die Studie (chronic brain death) gemacht hat, ist Alan D. Shewman. Er trat Ende April im Dt. Ethikrat auf und sorgte mit seinem Vortrag für kontroverse Diskussionen. Shewmon war bis zu dieser Studie übrigens ein vehementer Vertreter der Ganz-Hirntod- Definition (nicht brain-stem-death). Dann erst wurde er zum Skeptiker.
Also erst die neuere wiss. Literatur lesen, dann von Horrorgeschichten sprechen.


Kommentar von Angelika (09. April 2012, 09:33 Uhr)

Lasen wir doch mal alle medizinischen Definitionen beiseite! Das zählt doch gar nicht!
Was allein zählt, sind die erschreckenden Berichte der Menschen, die den Toten nach der Organentnahme gesehen haben und die weiss verfärbten Haare oder das verkrampfte und schmerzverzerrte Gesicht des Toten gesehen haben! das ist doch Beweis genug!!!
da können die Wissenschaftler definieren wie sie wollen! Man sollte sie einfach fragen, ob sie denn ihre Organe spenden! Auf die Antwort wäre ich doch sehr gespannt!


Kommentar von Detlef Nolde (10. April 2012, 22:18 Uhr)

Weitere Infos und Verweise zum Thema: detlefnolde.wordpress.com/2009/09/24/nein-zur-organspende/

Kommentar von sil (11. April 2012, 19:41 Uhr)

@ Angelika

Das Medizinische ist kompliziert, aber man kann es nicht beiseite lassen.
Immerhin wird nach der Hirntoddiagnostik der Totenschein ausgestellt. Das hat rechtliche Konsequenzen. Wenn der als hirntot diagnostizierte , künstlich beatmete Patient als "Toter" weiterlebt, weil die Angehörigen das Abstellen der künstlichen Beatmung verweigern, bezahlt die Krankenkasse keine Kosten mehr. Auch wenn der "Tote" medizinisch versorgt werden muss. Der sog. chronische Hirntod ist ein medizinisches, ethisches und rechtliches Problem, das bisher völlig ungelöst ist. Denn der Tote bekommt ja u.U. eine Lungenentzündung, Fieber, Klinikkeime und vieles andere mehr, was auch ein normaler Intensivpatient bekommt. Was macht man dann?
Die Frage, wie tot sind Hirntote ist deshalb entscheidend. Und Neurologen wie der Amerikaner Alan Shewmon, der eine Studie über den
chronischen Hirntod gemacht hat, sind für die Diskussion sehr wichtig. Sonst bleibt es medizinisch , juristisch und ethisch bei" Hirntod gleich Tod "
Wenn Sie an dem Aussehen von Hirntoten nach der Explantation interessiert sind, schauen Sie einmal bei gloria-TV den Film : Was am Ende bleibt- Gewissenskonflikt nach einer Organspende. Eine Mutter erzählt.


Kommentar von Stephan Holzhaus (13. April 2012, 11:32 Uhr)

Vielen herzlichen Dank für Ihren Artikel. Es ist sehr wichtig, daß das Thema so in die Öffentlichkeit kommt.
Ergänzend möchte ich noch hinweisen: Wolfgang Waldstein wurde auch bei der sehr bedeutenden Bundestagsrede von Papst Benedikt XVI. am 23. September 2011 mehrfach zitiert. Sein wichtiges Buch über das Naturrecht ("Ins Herz geschrieben") macht deutlich, wie dieses von Gott gegebene Recht eines jeden Menschen zunehmend und eben besonders durch die Transplantationsgesetze billigend von der uns regierenden "Räuberbande" unterlaufen wird.


Kommentar von Angelika (19. April 2012, 11:37 Uhr)

Hallo Sil,

danke sehr für die Info.
Sie haben sicher mit allem Recht, was Sie schreiben. Ich sehe, wie schwer das alles ist. So schwer. Wie mag es da erst den nahen Angehörigen gehen?


Kommentar von heike (01. Mai 2012, 13:12 Uhr)

Es ist ganz wichtig,dass bei einer "Organentnahme", und die Patientin bereits im Koma liegt, mehrere Angehörige befragt werden müssen für die Zustimmung einer Organentnahme. Wenn z.Bsp.nur der Ehemann-die Einwilligung /Zustimmung geben darf,ist es nicht korrekt. Die "Ehe-Verhältnisse sind nicht überprüfbar!!!
Sehr wichtig ist die Narkose ,während der Organentnahme.Ein "Muss und eine Pflicht..denn kein Arzt(sind ja keine Götter in Weiß,sondern nur Personen mit medizin.Wissen-mehr oder weniger) kein Arzt weiß,was der Spender wirklich spürt.


Kommentar von heike (01. Mai 2012, 13:13 Uhr)

Es ist ganz wichtig,dass bei einer "Organentnahme", und die Patientin bereits im Koma liegt, mehrere Angehörige befragt werden müssen für die Zustimmung einer Organentnahme. Wenn z.Bsp.nur der Ehemann-die Einwilligung /Zustimmung geben darf,ist es nicht korrekt. Die "Ehe-Verhältnisse sind nicht überprüfbar!!!
Sehr wichtig ist die Narkose ,während der Organentnahme.Ein "Muss und eine Pflicht..denn kein Arzt(sind ja keine Götter in Weiß,sondern nur Personen mit medizin.Wissen-mehr oder weniger) kein Arzt weiß,was der Spender wirklich spürt.


Kommentar von heike (01. Mai 2012, 13:13 Uhr)

Es ist ganz wichtig,dass bei einer "Organentnahme", und die Patientin bereits im Koma liegt, mehrere Angehörige befragt werden müssen für die Zustimmung einer Organentnahme. Wenn z.Bsp.nur der Ehemann-die Einwilligung /Zustimmung geben darf,ist es nicht korrekt. Die "Ehe-Verhältnisse sind nicht überprüfbar!!!
Sehr wichtig ist die Narkose ,während der Organentnahme.Ein "Muss und eine Pflicht..denn kein Arzt(sind ja keine Götter in Weiß,sondern nur Personen mit medizin.Wissen-mehr oder weniger) kein Arzt weiß,was der Spender wirklich spürt.


Kommentar von Almut (10. Mai 2012, 19:03 Uhr)

Es gibt eine sehr interessante website: Kritische Aufklärung über Organtransplantation mit vielen unterschiedlichen Autoren zum Thema Organtransplantation. Beeindruckend die Berichte der Angehörigen von Organspendern. Besonders beeindruckt hat mich das Buch von Renate Greinert: Unversehrt sterben, Konfliktfall Organspende. Wären die Angehörigen nicht die beste Lobby der Transplantationsmedizin. Hier erfährt man, dass die viel propagierte Nächstenliebe, für Angehörige von Spendern in einer Einbahnstraße endet, wenn sie erfahren was Hirntod bedeutet. Hirntod: Ein definierter Zustand in der Sterbephase eines Menschen. Jedes Land definiert seinen Hirntod. Wir haben weltweit mehr als 30 verschiedene Hirntoddefinitionen.

Kommentar von Dany (10. Mai 2012, 20:11 Uhr)

Super Bericht im Nexus!!! Weiter so. Man muss jetzt die Bürger aufklären (über Internet, Facebook usw) dann hat die PharmaMafia keine Chance mehr.

Kommentar von Oliver (14. Mai 2012, 10:56 Uhr)

Wo kommen denn all die geschädigten Organe her, die ausgetauscht werden sollen? Wer oder was hat die so geschädigt? Da kommt einer zum Arzt, mit Kopfweh, Magenschmerzen oder hat es am Herz. Bekommt was verschrieben. Kein Wort von seinem Arzt, daß das nichts hilft, weil seine Krankheit ja von Ausbeutung, Unterdrückung, Entfremdung und Armut kommt und das muß weg. Erfährt nie, daß das, was angeblich gut sei fürs Herz (cholesterinsenkendes Mittel z.B.), das Herz gerade erst kaputt macht, daß Antibiotika, Antidepressiva, Blutdruckmittel, Gicht- und Rheumamittel Gift sind für die Nieren und die Leber. Schluckt das Zeugs Jahr um Jahr. Vertraut seinem Arzt und ist ihm noch dankbar, wenn dieser eines Tages sagt: für Ihre geschädigte Niere, für die Leber, für das Herz, da wüßte ich was. Die Warteliste ist allerdings lang. Weil so wenige spenden. Was die Ärzte da mit den Patienten machen, ich finde, das ist so, wie wenn man ein Kleinkind auf die Autobahn schickt.
Fundstelle: www.spkpfh.de/Mandat_fuer_Blutbad.htm


Kommentar von Oliver Scherf (22. Mai 2012, 19:51 Uhr)

Strafanzeige gegen DSO und Bundesärztekammer

Es geht um OrganHANDEL, also um ein Geschäft. Den Geschäftsinteressen der Bundesärztekammer und der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) werden Menschenleben geopfert. Die Volksvertreter schauen untätig zu. Inzwischen ist klar: Das Hirntod-Konzept ist ein TÖTUNGS-Konzept. Dieses Marketingkonzept ist gut für die Geschäfte mit den Organen, für die Betroffenen ist es im Effekt aber ein TÖTUNGS-Konzept. Die juristische Aufarbeitung hat gerade erst begonnen. Die Staatsanwaltschaft Berlin ist mit der Sache befaßt.

Hier der Text der Strafanzeige, auch als PDF zum Ausdrucken und Abschicken:
www.spkpfh.de/Strafanzeige_wegen_Mordes_gegen_Bundesaerztekammer_und_DSO.htm


Kommentar von Wolf von Glasenapp (26. Mai 2012, 00:07 Uhr)

Alles ist Bewustsein! So wie der grösste Teil der Menschen nicht verstehen kann, dass sie selber die Ursachen schaffen von den sie selber eines Tages betroffen werden, so können sie auch veile andere Sachen nicht verstehen. So lange die Menschen es für natürlich empfinden Tiere zu essen, werden sie wohl kaum in der Lage sein Mitgefühl für ihre eigne Sorte zu haben. Dies sollte keine Verurteilung sein, sondern nur ein Verstehen der Dinge. Angeblich gibt es keine Sünden, alles ist im Grunde erlaubt, nur hat halt alles seine Konzequenzen. Organtransplantation ist doch im Grunde nur eines von vielen Unwissen, Desinformation, Manipulation im Interesse einiger Nutzniezer.

Dienstag, 29. Mai 2012

8. Juni - Anti ESM Demo in Berlin!


Am 8. Juni haben alle Kritiker des „Rettungsschirmes“ die Möglichkeit gegen den ESM einzutreten. Dann findet eine Kundgebung statt an dem Ort mit der wohl größten Symbolträchtigkeit: am Reichstag. FreieWelt.net sprach mit Johanna Rebot, die die Kundgebung zusammen mit Daniel Neun von Radio Utopie und mit Unterstützung der Zivilen Koalition e. V. organisiert.

Das ist ein Anfang und es wäre wünschenswert, wenn wir das hier so hin bekommen würden wie die Kanadier in Motreal! 
Das Thema wird natürlich in unseren qulitätsfreien Medien wieder einmal garnicht erwähnt, oder wenn, dann mit verdrehten Tatsachen.
Mehr Info zu den Demos in Montreal findet ihr dort!

Proteste führen zu Einigkeit

Sonntag, 27. Mai 2012

Pfingsten - die Geburt der Kirche

... welche der Menschheit besser erspart geblieben wäre.
gefunden bei Neo 

Vatikan - Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld

»Wieviel die Fabel von Christus Uns und den Unsern genützt hat, ist bekannt.«
Papst Leo X. 11) S. 142.


»Die Kirche ist die höchste aller denkbaren Korruptionen.« Der Philosoph Friedrich Nietzsche 11) S. 363.


»Wir brennen wahrhaftig vor Geldgier, und indem wir gegen das Geld wettern,füllen wir unsere Krüge mit Gold, und nichts ist uns genug«.
Bischof Hieronymus 11) S. 76.


Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld -auf dieser Basis bauen alle auf, die der Kirche Geld geben.
Wie ist die Kirche zu ihrem immensen Reichtum gekommen? Die Wahrheit darüber findet man in vielen dicken Büchern verborgen. Auf dieser Seite haben wir die wichtigsten Fakten gesammelt und übersichtlich zusammengestellt.


Gold


Der Vatikan hortet den zweitgrößten Goldschatz auf Erden.
In der italienischen Zeitschrift Oggi wurde der Goldschatz des Vatikans aufgrund »außerordentlicher Informationen« hinter demjenigen der USA als der zweitgrößte der Welt beziffert: 7000 Milliarden Lire = 3.500.000.000 Euro. Im Vergleich dagegen beträgt der Wert des Goldschatzes des Staates Italien »nur« 400 Milliarden Lire. Dies war 1952. 1). Wie groß mag der Goldschatz des Vatikans heute sein? Rechnen wir die Wert-Steigerung dazu, so wäre der Wert des Goldes heute 63 % höher. Bei Verkauf könnte der Goldschatz des Vatikans, je nach Zeitpunkt eines eventuellen Abstoßes, bis 650 % Gewinn gebracht haben. Da fragt man sich: Wie ist der Vatikan zu diesem immensen Gold-Besitz gekommen?


Aktien


Der Vatikan pokert mit enormen Finanzreserven an der Wallstreet.
»Die auswärtigen Finanzreserven des Vatikans sind vornehmlich an der Wallstreet konzentriert. Insgesamt dürfte sich der Gesamtbesitz der Kirchenzentrale an Aktien und anderen Kapitalbeteiligungen bereits im Jahr 1958 auf etwa 50 Milliarden DM belaufen haben.« 4) S. 153. Diese Zahl dürfte inzwischen vermutlich auf weit über Hundert Milliarden Euro angewachsen sein.
Wie ist der Vatikan zu diesem immensen Aktien-Besitz gekommen?


Konzerne


Der Vatikan ist »größter religiöser Wirtschaftskonzern«.
»Der Vatikan ist heute der größte religiöse Wirtschaftskonzern der Welt und fest engagiert in zahllosen Unternehmen in den Bereichen Immobilien, Plastik, Elektronik, Stahl, Zement, Textilien, Chemie, Nahrungsmittel und Bauwirtschaft.« 3) S. 244.
Die dem Vatikan gehörende Firma Italgas hat Tochter-Gesellschaften in 36 italienischen Städten. Der Vatikan mischt mit bei Teer, Eisen, Destillaten, Trinkwasser, Gasherden, Industrieöfen usw. Von den etwa 180 italienischen Kreditinstituten verfügt mindestens ein Drittel über vatikanisches Geld. 3) S. 244.
Der Vatikan besitzt viele einflussreichste römische Banken und ist in Europa, in Nord- und in Südamerika an einer überwältigenden Fülle mächtiger Industrieunternehmen beteiligt, einige gehören sogar weitgehend dem Vatikan, wie z.B. Alitalia oder Fiat. 2) S. 53.
Wie ist der Vatikan zu diesem immensen Besitz gekommen?


Ländereien


Die Kirche - der größte Grundbesitzer der westlichen Welt.
Einige Beispiele: 
-Deutschland: Mit 8,25 Milliarden qm größter privater Grundbesitzer 34) S.208 (entspricht gut der Hälfte des Bundeslandes Schleswig-Holstein 34) S.208 oder der Größe von Bremen, Hamburg, Berlin und München zusammen). 
-Italien: über 500.000 ha Ackerland.
-Spanien: ca. 20 % aller Felder.
-Portugal: ca. 20 % aller FelderArgentinien: ca. 20 % aller Felder.
-England: ca. 100.000 ha.
-USA: über 1.100.000 ha Ackerland; Weiden und Wälder sind nicht mitgerechnet. 26) S. 429.
Wie ist die Kirche zu diesem immensen Land-Besitz gekommen?


Städte / Immobilien


Der Vatikan ist »größter Immobilienbesitzer«.
Man kann in Bezug auf die immensen Besitztümer des Vatikans nicht mehr nur von Immobilien sprechen, sondern eher von Städten oder Stadtteilen. Rom z. B. ist bereits zu 1/4 in den Händen des Vatikans, recherchierte Paolo Ojetti in der Zeitschrift L’ Europeo am 7.1.1977. Sein Artikel war wie ein Telefonbuch zu lesen. Seitenweise listete er Tausende von Palästen auf, die z. T. den 325 katholischen Nonnen- und 87 Mönchsorden gehören. 5) Der Journalist Ojetti recherchierte auch in der italienischen Stadt Verona. Er druckte einen Stadtplan ab, auf dem ungefähr die Hälfte der Häuser schwarz markiert waren = Eigentum der katholischen Kirche. Er wies darauf hin, dass die Besitzverhältnisse in anderen Städten ähnlich sein dürften. 5) Das war dem Vatikan zuviel. Sie nannten den Artikel verwirrend, unverantwortlich, skandalös, antiklerikal, unkulturell und dumm. Der Direktor der Zeitschrift wurde sofort gefeuert. Es dauerte 21 Jahre, bis es wieder ein mutiger Journalist wagte, das Thema anzupacken. Max Parisi recherchierte für die Zeitung La Padania nochmals die Eigentumsverhältnisse in Rom und kam in seinem Artikel vom 21.6.1998 zum Schluss, dass jetzt bereits schon fast 1/3 aller Häuser Roms im Besitze des Vatikans sind. 6) Diese Immobilien von »unermesslichem Wert« befinden sich nach seiner Recherche in den besten Lagen: »Das ganze Gebiet vom Campo dei Fiori bis zum Tiber gegenüber der Engelsburg, vorbei an der Piazza Navona und den umliegenden Straßen ist praktisch vollständig im Besitz des Vatikans. Es handelt sich um etwas weniger als die Hälfte des historischen Zentrums.« Allein in dieser Zone sind es über 2500 Paläste. Diese ganzen Immobilien tauchen auf dem Katasteramt gar nicht auf, weil sie als »ausländisches Territorium« gelten. 6) Der Autor Guarino33) nennt Beispiele, wie Leute zwangsgeräumt und auf die Straße gestellt wurden, obwohl die Vatikanbank scheinheilig anderes versprochen hatte. Parisi fragt am Ende: »Was haben Glauben und 160.000 Milliarden Immobilienbesitz miteinander zu schaffen? Was hat Jesus mit ... den teuersten Terrassenwohnungen Roms zu tun?« 6) Jetzt versteht man die alten Prophezeiungen, nach denen den Römern eines Tages der Kragen platzt und die Prälaten ihre Kutten in den Tiber werfen müssen, um nicht erkannt zu werden ...
Doch wie ist der Vatikan zu diesem immensen Besitz gekommen?


Blutgeld durch Sklaverei


Jahrhunderte lang förderte die Kirche die Sklaverei und hielt sich eigene Sklaven
Der Menschenhandel und die Sklaverei vergrößerten den Reichtum der Kirche,von dem sie heute noch lebt. Die Kirche unterstützte von Anfang an die Sklaverei und verschärfte sie in vielerlei Hinsicht. 7) S. 520.524. Papst Nikolaus V. legitimierte den Sklavenhandel in seiner Bulle Divino amore communiti (Aus göttlicher Liebe zur Gemeinschaft) am 18. Juni 1452. Deshalb war der Sklavenhandel legal und verursachte bei den Beteiligten keinerlei Skrupel. 10) S. 101. Der Papst hielt sich selber Sklaven. Papst Gregor I. hielt Hunderte Sklaven auf seinen Gütern und stimmte Gesetzen zu, die den Sklaven verboten, freie Christen zu heiraten. Ein Sklave wurde wie ein Stück Vieh betrachtet. Die Kirche behandelte Sklaven wie »Kirchengut« und dieses galt als unveräußerlich. Die Kirche schätzte den Wert von Kirchengütern manchmal nicht nach Geld, sondern nach Sklaven ein. 7) S. 523. Wurde trotzdem ein Sklave freigelassen, musste er mit seinem Vermögen die Kirche entschädigen. 7) (4. Synode von Toledo) Die Kirche verbot Sklaven, Testamente zu machen. Beim Tode eines Sklaven fielen seine Ersparnisse der Kirche zu.Laut dem »heiligen«. Thomas von Aquin waren Sklaven »zweckdienlich«. 7) S. 229. Die Kirche tat alles, um die Sklaverei zu erhalten, und nichts, um sie zu beseitigen. 7) S. 520. Ein Bischof durfte einen Sklaven nur entlassen, wenn er zwei Sklaven dafür als Ersatz anbot. 7) S. 523. Uneheliche Kinder von Klerikern wurden zu lebenslangen Kirchensklaven gemacht. Dies galt auch für Findelkinder. (3. Synode von Toledo) Der »heilige« Martin von Tours (heute in vielen Kirchen abgebildet, wie er seinen Mantel teilt) z. B. hielt sich 20.000 Sklaven. 7) S. 524. Auch die Klöster hatten Sklaven, sowohl zum Dienst im Kloster wie zur Bedienung der Mönche. Tausende gefangener Slawen und Sarazenen wurden als Sklaven an Klöster verteilt. 7) S. 528. Die Sklaverei dauerte auf Kirchenländereien und päpstlichen Gütern bis ins 11. Jahrhundert.»Schätzt man doch, dass zeitweise auf einen gefangenen Sklaven, der die afrikanische Küste noch lebend erreichte, zehn trafen, die schon beim Landtransport umgekommen waren, worauf von weiteren zehn etwa neun auf dem Seeweg verreckten.« 10) »Der Protestantismus ging von Anfang an in den gleichen Bahnen, nachdem Luther Leibeigenschaft und Sklaverei theologisch gerechtfertigt hatte. Bis weit ins 19. Jahrhundert trieben evangelische Staaten unter der theologischen Billigung der Missionare Sklavenhandel und gingen auf Sklavenjagd.« 8) S. 22 und 4) S. 150. Das erste englische Sklavenschiff hieß »Jesus«. 9) S. 179. Jesus predigte die Nächstenliebe. Mit dem Tun der Kirche ist diese nicht zu vereinbaren. Für den, der jetzt sagt, so sei halt die Zeit gewesen, hier ein Satz aus dem Koran: »Wünscht einer deiner Sklaven eine Freilassungsurkunde, so stelle sie ihm aus, wenn du ihn als gut kennst, und gib ihm einen Teil deines Reichtums, den Gott dir verliehen.« 7) S. 513. Es hätte also auch im «Christentum« anders sein können.


Sklavenhandel mit Indianern 


Anfangs stand der Bischof Rodriguez de Fosca selbst als Auftraggeber hinter dem Sklavenverkauf der Indianer in Sevilla. 10) S. 101. Kolumbus schickte ihm verschiedene Male eine größere Anzahl von Indianern auf den Sklavenmarkt nach Spanien. Allein im Februar 1495 waren es vier Schiffe mit je 500 Indianern im Alter von 12-35 Jahren. 10) S. 101. Der geschäftstüchtige Kolumbus war wohl vertraut mit der Moraltheologie seiner Kirche, nach der »die Versklavung von Nichtchristen mit der Begründung gerechtfertigt sei, dass Heiden ohnehin zu ewiger Verdammnis verurteilt seien.« 10) S. 102. Am 18. 6.1452 legitimierte Papst Nikolaus V. den Sklavenhandel durch eine Bulle, indem er den portugiesischen König ermächtigte,» ... die Länder der Ungläubigen zu erobern, ihre Bewohner zu vertreiben, zu unterjochen und in die ewige Knechtschaft zu zwingen«. Da sich der jetzige Papst so wunderbar hervortut mit einem »Mea culpa« der besonderen Art, in dem er nämlich die ganze Schuld der blutigen Untaten nicht der Kirche und seinen Päpsten, sondern den »Söhnen und Töchtern« der Kirche in die Schuhe schieben will, hier der Original-Text - der Millionen Indianern einen grausamen Tod brachte - auf Lateinisch, sozusagen als Gedächtnisauffrischung für den Papst: »... invandendi, conquirendi, expugnandi et subjudandi illorumque personas in perpetuum servitutem redigendi ...« 10) S. 101.


Superreich durch Leibeigene


Auch die Leibeigenen vergrößerten damals den Reichtum der Kirche,von dem sie heute noch lebt. Bereits ab dem 4. Jahrhundert bildete sich unter der Domäne der Kirche eine andere Art der Sklavenhaltung: die Leibeigenen. 2) S. 538. Die Leibeigenen waren de facto den Sklaven gleichgestellt. Sie durften ihr Land nicht verlassen und waren den Großgrundbesitzern, z. B. einem Kloster, hilflos ausgeliefert. Sie wurden mit Abgaben von Wucherzinsen erpresst und schikaniert. So entstand ein in hohem Grade korrupter und tyrannischer Zwangsstaat. Das Elend der Leibeigenen war unermesslich. Manche Eltern waren gezwungen, ihre Kinder in die Sklaverei oder die Prostitution zu verkaufen. 2) S. 538. Aufstände wurden blutig unterdrückt. Die Kirche stand auf der Seite der Ausbeuter und predigte Demut und Gehorsam. 2) S. 544. Die Kirche war (und ist) größte Grundbesitzerin Europas. Das Kloster Fulda z. B. besaß 15.000 Landsitze. Das Kloster St. Gallen verfügte über 2.000 Leibeigene. 14) S. 240. 


Superreich durch Segen & Titel 


Auch der Verkauf von Segensbriefen, Titeln, Audienzen usw.vergrößert heute noch den Reichtum der Kirche.
Preisliste des Vatikans (1990):
-DM 5.000,- für einen vom Papst persönlich unterzeichneten Segen mit Urkunde. 
-DM 30.000,- für eine Privataudienz mit dem Papst, inkl. Video. 
-DM 50.000,- Spende für einen Ehrendoktortitel. 
-DM 120.000,- Spende für einen Orden (Ordensstern zum Großkreuz des St.-Gregor-Ordens). 
-DM 300.000,- für einen Barontitel. 
-DM 2.500.000,- für eine Erhebung in den Fürstenstand. 
-DM 50.000,- für die Nebenkosten einer solchen Prozedur, etwa anlässlich der Ostermesse. 
-Ab ca. 100.000,- Euro (im Durchschnitt ca. 250.000,-) kosten auch Heiligenprozesse. 
Nur wohlhabende Familien oder Ordensgemeinschaften können sich einen derart teuren Prozess leisten. 4) S. 299. Allein durch die 464 Heiligsprechungen (mehr als in den 400 Jahren davor) von Johannes Paul II. dürften ca. 116.000.000,- Euro in die Kassen des Vatikans gerollt sein. 36) S. 165.


Superreich durch Ablasshandel


Mehr als 1 Milliarde Gulden sollen durch Ablasshandel nach Rom geflossen sein.Dies ist Teil des Kirchenvermögens - heute noch.
Papst Sixtus IV. entschied 1467, dass die Wirkung kirchlicher Ablässe auch für die armen Seelen im Fegfeuer gelte. 11) S. 144. Deshalb nahmen die Klöster Geld für Gebetsdienste, damit die Verstorbenen angeblich weniger lang im Fegfeuer schmoren müssen.Der Papst entschied auch, dass, wer nicht in der Lage sei, eine Romreise für den vollständigen Ablass anzutreten, einen ebenso vollständigen Ablass erlangt, wenn er lediglich 1/3 der Reisekosten an die päpstlichen Vertreter zahlt. Tausende taten dies. 15) S. 347. Papst Leo X. meinte, dass Arme dieses Segens nur schwer teilhaftig werden, denn sie haben kein Geld und müssten deshalb des Trostes entbehren. 2) S. 538. Ablässe werden auch heute, im 21. Jahrhundert (!), angeboten. Während des »Jubeljahres 2000« wurden beim Durchschreiten diverser Tore Ablässe gewährt. »Nach Recherchen Corvins sollen durch den Ablasshandel im Lauf der 600 Jahre seines Bestehens etwa 1 Milliarde Gulden nach Rom geflossen sein.« 15) S. 348. 


Ablass für Mord und Totschlag


Besonders abscheulich wird der Ablasshandel, wenn es der Kirche nicht nur um finanzielle Bereicherung geht, sondern Menschen zu Mord und Totschlag verführt werden,um angeblich schneller in den Himmel zu kommen ...So versprach Martin Luther jedem Soldaten, der beim Krieg gegen aufständische Bauern einen Bauern ermordete, und selbst ums Leben kam, einen Platz im Himmel. (Man vergleiche Verheißungen an islamische Selbstmordattentäter) 31). Papst Innozenz III. versprach jedem, der sich am Kreuzzug gegen die Albigenser beteiligte, zwei Jahre Ablass. So sammelte sich ein Heer von bis 200.000 Mann, um das Städtchen Béziers anzugreifen. Ohne Rücksicht auf Alter, Geschlecht und Religion wurden nahezu 20.000 Menschen niedergemetzelt. Selbst die Frauen und Kinder, die sich in die Kirche geflüchtet hatten, verschonten sie nicht. Anschließend wurde die Stadt niedergebrannt. 16). Um genügend Krieger für die Kreuzzüge zu bekommen, lockte die Kirche mit rigorosen Ablässen. Für einen angeblichen Platz im Himmel wurden Zigtausende Menschen ermordet. Da fragt man sich, welcher Teufel als »Gott« möchte wohl Wesen mit einer derart blutigen »Eintrittskarte« um sich haben?


Blutgold durch Raubmord


Unzählige Menschen wurden bei der Eroberung Amerikas umgebracht -vor allem des Goldes wegen. Dieses Gold ist heute noch Teil der römisch-katholischen Kirche.Mit dem ersten Gold aus der Süd-Amerika-Beute ließ Papst Alexander VI. die Decke von Santa Maria Maggiore in Rom verzieren und mit dem Symbol seiner Familie versehen. 10) S. 115. Ein nennenswerter Anteil des Blutgoldes und -silbers floss in kirchliche Schatzkammern, transformiert in stolze Kleinodien christlich-abendländischer Gold- und Silberschmiedekunst. 10) S. 115. Signifikantes Beispiel ist eine fast drei Meter hohe Monstranz, die Kardinal Cisneros aus dem Gold, »das Kolumbus auf seinen Reisen fand«, fertigen ließ und der Kathedrale von Toledo stiftete. 10) S. 114. Festgelegt war der Hergang, nach dem die Missionierung der Heiden zum Katholizismus zu bewerkstelligen war. »Die Indianer, denen solche Gnade und Gunst widerfährt, sollten ihrerseits ihre Unterwürfigkeit und ihren guten Willen beweisen, indem sie eine große Menge Gold, Edelsteine, Silber und andere Dinge, die sie besitzen, Seiner Hoheit, dem König und dem Gouverneur freiwillig ausliefern, andernfalls könnten Gott, unser Herr und Ihre Hoheiten sehr ungnädig werden.« 10) S. 108. »Das junge Mädchen wurde ohne weiteres den Armen seiner Familie entrissen, um die Leidenschaft des brutalen Siegers zu befriedigen. Aber die Hauptleidenschaft des Spaniers war die Liebe zum Gold. Dafür schreckte er vor keiner Anstrengung zurück ... und Menschenleben waren in den Augen der Eroberer der unbedeutendste Artikel.« 10) S. 109. »Im Jahr 1500 lebten in den heutigen Grenzen Mexikos 25 Millionen Indianer, hundert Jahre später nur noch eine Million.« 10)Über die Einschmelzung peruanischer Goldschätze ist überliefert: »Dann dauert es einen vollen Monat, das wertvolle Geschirr einzuschmelzen, obwohl Goldschmiede des Landes Tag und Nacht daran arbeiten müssen.« Der Chronist beziffert den Goldwert nur dieser einen Aktion auf 1.326.539 Goldpesos. Dies entspricht heute etwa 450.000.000 Euro. 10) S. 111.
Aus dem Blutgold ließ der Kardinal eine fast drei Meter hohe Monstranz, für die Aufbewahrung der Hostie in der Kathedrale von Toledo schaffen. »Wen überfällt nicht ein Schaudern, wenn er den mit 20 Tonnen Blattgold vergoldeten Altar der Kathedrale von Sevilla bestaunt und dabei an das in den Minen vergossene Blut der Indianer denkt.« 12) S. 66. An eine Wiedergutmachung und ein Zurückgeben der Beute denkt die Kirche nicht. Einer der Haushofmeister ließ eine Menge Indianer hängen, lebendig verbrennen, den Hunden vorwerfen, ihnen die Köpfe, Hände und Füße abhauen oder die Zunge herausreißen. 10) S. 112. »Selbst der vornehmste Bischof des Reichs sendete seine Diener in der Absicht mit, seinen Teil von der gemachten Beute in Empfang nehmen zu lassen.« 10) S. 113. Der Katholizismus hat auch in Südamerika die Sklaverei grundsätzlich anerkannt. Laie wie Priester praktizierten sie; Klerus und Klöster, oft selber Großgrundbesitzer, handelten mit Sklaven.10) S. 113. Ein spanischer Katholik verfüttert Indianerkinder,die der Mönch vorher noch schnell taufte, an seine Hunde ...10) S. 128. Jesuiten und Franziskaner förderten Ehen zwischen Indianern und Schwarzen, um deren Nachkommenschaft als Leibeigene zu erklären. 10) S. 116. Während die einfache Bevölkerung, Generation um Generation, in Dreck und Elend verkam, wurde der Klerus nahezu allmächtig und immens reich, wie auch die übrigen Sklavenhalter und Herren, die zur Finanzierung von »Gotteshäusern« eingefangene Indios versteigerten ... 10) S. 117. Wie der Chronist Bartolomé de Las Casas berichtet, wurden Millionen Indianer des Goldes wegen grausamst abgeschlachtet. Der Gouverneur von Yucatan tauschte Hunderte junger Mädchen, die er entführt hatte, gegen Wein, Öl oder eine Speckseite. 10) S. 117. “Sie hängen zur Ehre und Verherrlichung Jesu und der zwölf Apostel in einzelnen Gruppenje dreizehn Indianer auf, so dass die Füße das Scheiterholz gerade berühren.Mit dem Wegbrennen des Holzes zieht der Strang langsam zu.” »Die christliche Kirche war noch versessener als die weltlichen Herrscher auf die Ausbeutung des neuen Landes.« 10) S. 120». 1495 erließ Papst Alexander VI. die Bulle Intercaetra: »... dass man barbarische Völker unterwirft und dem echten Glauben zuführt.« 10) S. 120. »Der Papst überwachte ... die Ausgabe von Jagdscheinen, die Europäern für Raub und Plünderung ausgestellt wurden.« 10) S. 121. Ein Inkafürst sagte: »Was den Papst betrifft, von dem ihr sprecht, so muss er wahnsinnig sein, wenn er daran denkt, Länder zu verschenken, die ihm nicht gehören ...« Darauf rief ein Mönch: »Greift augenblicklich an! Ich gebe euch die Absolution.« 10) S. 124.125. Der Chronist Bartolomé: »Ich sagte bereits, dass die Spanier blutgierige wilde Hunde halten, die darauf abgerichtet sind, die Indianer zu erwürgen und in Stücke zu zerreißen ... Zur Verpflegung dieser Hunde führen sie auf ihren Märschen eine Menge Indianer bei sich, die in Ket­ten gehen und wie eine Horde Schweine einhergetrieben werden. Man schlachtet dieselben, und bietet Menschenfleisch öffentlich feil. Dann sagt einer zum andern: Borge mir doch ein Viertel von diesem Schurken (Bellacos). Ich werde nächster Tage auch einen schlachten; dann gebe ich dir’s wieder.« 10) S. 127. Einschüchterung und Terror wurden zur Grundlage erster Begegnungen mit den Eingeborenen. So wurde in jedem Dorf zunächst ein großes Blutbad (Matanza) angerichtet, damit sie beim Hören des Namens »Christi« zitterten wie vor wahrhaftigen Teufeln. Die Wege der Conquista waren deshalb von Leichen aufgehängter und gepfählter Indianer gesäumt, die Schrecken und Panik verbreiten sollten. 10) S. 124. Der Kazike Hatuay wollte nicht getauft werden, um nicht Gefahr zu laufen,mit so grausamen Menschen zusammen im (katholischen) Himmel sein zu müssen. »Die Missionare dachten natürlich gar nicht daran, die Conquista in Frage zu stellen ... Das blutige Geschäft war die Voraussetzung für ihre Mission. Verschwindende Ausnahmen ausgenommen, forderten die Missionare Gewalt.« 10) S. 125. »Da nahm er (ein Gouverneur) ein Knäblein, welches er seiner Mutter entriss, hieb ihm mit seinem Dolche von Armen und Beinen ein Stück nach dem anderen herunter und gab jedem Hunde sein Teil davon. Als sie nun diese Stücke aufgefressen hatten, warf er das Körperchen auf die Erde, damit sie es zusammen verzehrten.« 10) S. 128. Die Katholiken hackten und schnitten den Indianern Nase und Hände ab und fütterten damit ihre Hunde.Es war der »größte Völkermord aller Zeiten«. Die Tempel der Indios wurden schnell durch Kirchen ersetzt. Allein in Mexiko 12.000. Sie zeugen von der Fähigkeit der Missionare, die Indianer ohne Lohn für sie arbeiten zu lassen. An all dieser Kirchenpracht kleben noch heute Tränen, Schweiß und Blut der Indios. 10) S. 130.131. Aus einer indianischen Chronik: »Die Menschen waren von Weisheit erfüllt. Sie kannten keine Sünde ... Sie waren voll von Frömmigkeit. Es gab keine Erkrankung der Knochen, kein Fieber, keine Syphilis, kein Brust- und kein Bauchleiden, keine Magersucht. Die Körper waren rank und schlank. All das änderte sich, als die weißen Männer kamen.« 10) S. 135. Von der gesamten indianischen Bevölkerung, die zur Zeit des Kolumbus den Erdteil bewohnte, fielen 90 % dem Völkermord zum Opfer. »In besagten 12 Jahren und innerhalb der erwähnten 400 Meilen ... ermordeten die Spanier vier Millionen Menschen, die sie entweder mit Schwert oder Lanze niederstießen oder lebendig verbrannten, gleichviel, ob Mann oder Weib, jung oder alt.« 10) S. 107.108. Und heute? Viel von diesem Blutgold klebt noch an so mancher Kirchendecke und am Kirchenaltar, und aus Blutgold ist vielleicht noch manche Monstranz, so manch´ »Allerheiligstes« gegossen. Auch das Blutgold hat die Kirche zu dem gemacht, was sie heute ist: unermesslich reich. Und bis heute ist das Gold nicht zurückgegeben worden!


Blutgeld durch Inquisition und Hexenbrennen


Eine der schändlichsten Arten des Vatikans, Blutgeld und Reichtum zu scheffeln,war der Raubmord an Andersgläubigen. Die Inquisition war eine Raub- und Lynchjustiz im Namen des »rechten« Glaubens.Kirchenfürsten haben immer wieder Blutgelder eingestrichen - so exzessiv, dass ein geflügeltes Wort sagte, das schnellste und leichteste Mittel, reich zu werden, sei das Hexenbrennen. 4) S. 7. Grundlage für die Folterung und Ermordung Zigtausender von Frauen in Europa war 1487 die Billigung des Hexenhammers durch den Papst. 24) S. 193. Das wahre Gesicht der Inquisition zeigen die Anordnungen von Papst Innozenz III. Er gebot, «das Eigentum der Ketzer zu konfiszieren, zu enteignen und Ketzerkinder zu enterben». 24) S. 193. Damit das Blutgeld schneller floss und um »belastende Geständnisse« zu bekommen, wurden die Opfer brutalst gefoltert.Aus dem Blutgeld konnte z. B. Papst Johannes XXII. im Jahre 1317 sechs neue Bistümer kaufen. 24) S. 193. Bereits im Jahre 380 bedrohte man Andersgläubige (Ketzer) mit Ausweisung, Verbannung und Konfiskation ihres Vermögens. 24) S. 193. Man sprach den Andersgläubigen das Recht ab, sich Christen zu nennen, Testamente zu machen oder zu erben, und hatte die Todesstrafe für alle “Abtrünnigen” bereit. 26) S. 475. Papst Alexander III. befahl auf dem Konzil von Tours 1163 den Fürsten, Andersgläubige einzukerkern und ihr Eigentum zu konfiszieren. 27) S. 562. Sobald ein der Ketzerei Verdächtigter vorgeladen und verhaftet worden war, wurde sein Vermögen beschlagnahmt - bevor es überhaupt zu einem Prozess kam. Auch daran kann man das Wesen der Inquisition erkennen. 27) S. 565. Das Vermögen der Ermordeten wurde eingezogen. Heute würde man sagen: Raubmord.Wurde jemand von der Inquisitionsbehörde beschuldigt und abgeholt, so kamen sofort die Beamten ins Haus und sein Besitz wurde inventarisiert. Seine Familie wurde - egal wie der Prozess später ausging - vor die Tür gesetzt und musste eventuell Hungers sterben. Es war sehr gefährlich, diesen Ausgesetzten zu helfen, da man dadurch selber in die Mühlen der Inquisition kommen konnte. 27) S. 565. Die Kirche bekam in Deutschland jeweils 1/3 des geraubten Geldes, Landes oder der Häuser etc. der Ermordeten. In anderen Fällen die Hälfte. Oft erhielt ein Drittel die Ortsbehörde, ein Drittel die Inquisitionsbehörde (damit sie am Laufen blieb) und ein Drittel der Bischof.Im Vatikanstaat fiel das gesamte geraubte Gut der ermordeten Andersgläubigen (Ketzer) an den Vatikan.Ab dem 14. Jahrhundert sackte der Vatikan auch in den anderen italienischen Gebieten 100 % des geraubten Gutes ein. 27) S. 574. Oft genug stritten Kirche und Staat um das Raubgut, bisweilen jahrzehntelang.Hätten nicht alle Beteiligten an der Inquisition, also am Raubmord an Andersgläubigen, gut verdient, wäre die Inquisition bald im Sande verlaufen. Denn viele Menschen, auch Fürsten, fühlten in ihrem Inneren, dass hier der Papst etwas Teuflisches angeordnet hatte. 27) S. 597.


Der Papst hat die Inquisition befohlen und gezielte Foltermethoden gebilligt (Hexenhammer).
Natürlich wurden vor allem reiche Andersgläubige (Ketzer) bevorzugt und ermordet. In Spanien reiche »Conversos«, also bekehrte Juden. Manchmal konnten sie sich für astronomische Summen für einige Zeit freikaufen. Als die reichen »Conversos« »ausgestorben« waren, weil man über Jahrhunderte Jagd auf sie gemacht hatte, war der Niedergang des kirchlich inszenierten Raubmordes nicht mehr aufzuhalten. 28) S. 158. Besonders pervers: Auch Verstorbene konnten nachträglich der Ketzerei beschuldigt werden. Dadurch konnte das Vermögen des Verstorbenen im Nachhinein bei den Erben eingezogen werden. So konnte man jeden unliebsamen Menschen ruinieren: über den Umweg seiner verstorbenen Eltern. Eine Verjährung kannte die katholische Kirche erst nach 100 Jahren.So stürzte man ganze Familien in unbeschreibliches Elend, indem man ihnen alles raubte.Eine Verjährung bei Lebenden gab es nicht. So konnte eine kritische Aussage eines Jünglings denselben noch als Greis auf den Scheiterhaufen bringen - je nachdem, wie reich er war ...Der katholische Mönch kann zufrieden sein. Gerade wurden die letzten Katharer verbrannt. Die Besitztümer wurden eingezogen. Besonders pervers und grausam: Jeden Handgriff bei den brutalen Foltern und auch das Essen der Folterknechte mussten das Opfer oder seine Angehörigen bezahlen. Es gab eine Preisliste für alle Foltern. 
Hier ein Beispiel aus Darmstadt:
-Einen Lebenden zu vierteilen 15 kr.
-Den Scheiterhaufen aufrichten, Die Asche des Verbrannten in fließendes Wasser werfen 30 kr.
-Eine Hexe lebend verbrennen 14 kr.
-Eine Person mit dem Schwert töten 10 kr.
-Einen Menschen henken 18 kr.
-Einen Körper ziehen 5 kr.
-Ohren und Nase abschneiden 5 kr.
-In den Bock spannen 8 kr.
-Ein Streich mit der Spitzrute 1 kr.
-Für Schnüre zum Bockspannen Aufziehen und die Gewichte anhängen, die Beinschrauben anlegen 30 kr.
-Des Ortes verweisen 1 kr.


Das durch Raubmord vorwiegend Frauen gestohlene Geld und Gut kam direkt oder auf Umwegen der Kirche zugute. Mittel aus Hexen-Raubmord wurden verwendet z. B. beim neuen Schlossbau der Mainzer Erzbischöfe oder für die Kirchen in Goßmannsdorf und Gerbrunn. 13) S. 136. Auch Schloss Johannisburg in Aschaffenburg wurde durch Blutgeld erbaut. 
Nicht vergessen: Dieses durch Raubmord erbeutete Blutgeld ist auch heute noch Teil des - durch Zins und Zinseszins zu Milliarden angewachsenen - Vermögens der Kirchen.


Der vor allem in Europa und Amerika verbreitete Katholizismus vertritt eine sehr abstruse Glaubensrichtung. Die Massenmörder, die Hunderte Frauen, Männer, Greise und Kinder in einen grausamen Tod geschickt haben, bekommen Denkmäler über Denkmäler (Bild: Zwei Würzburger Hexenbrenner: Julius Echter und Johann Gottfried von Aschhausen mit Denkmälern im Würzburger Dom) und man benennt Brunnen und Straßen nach ihnen. Aber für die Opfer findet man nicht einmal eine Gedenk-Tafel. Im Denken dürfte sich da noch nicht allzu viel geändert haben.


Superreich durch Fälschungen


Um den kirchlichen Grundbesitz zu vermehren,fälschten Mönche und andere Kirchenleute Urkunden. Um den kirchlichen Grundbesitz zu vermehren, fälschten Mönche und andere Kirchenleute nicht selten Urkunden.Wollte ein Bischof oder ein Abt seinen Grundbesitz vergrößern, ließ er oft eine Fälschung erstellen, die dann im Archiv »gefunden« wurde und bewies, dass dieser oder jener Fürst aus früherer Zeit den betreffenden Landstrich bereits dem Kloster vermacht hatte. Was wollten die einfachen Bauern dagegen tun, die oft des Schreibens und Lesens unkundig waren? Es gab Mönche, die das Fälscherhandwerk gelernt hatten und die das Land von Kloster zu Kloster durchzogen, um ihr Handwerk auszuüben.Auf dem Sterbelager bekannte z. B. der Mönch Gueron, dass er ganz Frankreich durchzogen habe, um für Klöster und Kirchen falsche Dokumente zu erstellen. 16) S. 83. In Süddeutschland übernahm das Benediktinerkloster Reichenau am Bodensee diese kriminelle Arbeit. 17) S. 23. Ein großer Teil der mittelalterlichen Urkunden ist gefälscht.Den absoluten Gipfel der Kriminalität maßte sich Papst Stephan II. (+ 757) an, indem er behauptete, Konstantin habe ihm das ganze Abendland geschenkt. Nicht wenige, die diese »Konstantinische Schenkung« für eine Fälschung hielten, mussten ihre Aussage mit dem Tode bezahlen, so z. B. Johannes Dränsdorf in Heidelberg noch im Jahre 1425 und der Waldenser-Führer Friedrich Reiser in Straßburg 1458. 11) S. 51. Der Konstantinischen Schenkung wurde folgendes Märchen zugrunde gelegt: Der Christenverfolger Konstantin war demnach durch Papst Silvester I. vom Aussatz geheilt, bekehrt und getauft worden und hatte zum Dank dem Papst nicht nur den Lateran, sondern alle Provinzen Italiens und der westlichen Lande zum Geschenk gemacht.Nachdem bereits im 12. Jahrhundert die Anhänger Arnolds von Brescia den Betrug erkannt hatten, deckte ihn endgültig 1440 der päpstliche Sekretär und Humanist Laurentius Valla in einer Schrift auf. Die römisch-katholische Geschichtsschreibung, so Deschner, gab die Fälschung erst seit dem 19. Jahrhundert zu. 10) S. 106. Noch immer sind die Kirchen der größte private Grundbesitzer in Deutschland wie auch in vielen anderen Staaten. Wie viel dieses Grundbesitzes ist mit dem Geld ehrlicher Arbeit gekauft und bezahlt worden? Und wie viel ist gestohlen, ergaunert und geraubt worden?


Superreich durch Erbschleicherei


Ein Hauptfaktor für das Anwachsen des kirchlichen Grundbesitzes seit der Antike, besonders aber im Mittelalter, waren Erbschaften. Bereits im 4. Jahrhundert war die Erbschleicherei durch den damaligen Papst Damasus so schlimm, dass der Kaiser eingreifen musste. 7) S. 496. Um nicht in den Verdacht der Ketzerei zu gelangen, hinterließ jeder Grundbesitzer oder Pächter bei seinem Tode einen Teil der Kirche. Denn auch ein Toter konnte noch der Ketzerei angeklagt werden, um den Nachkommen das ganze Erbe zu rauben. Zudem bekam ein der Ketzerei Verdächtigter unter Umständen keinen Begräbnisplatz in geweihter Erde. Unter diesem moralischen Druck wuchsen die Ländereien der Kirche an. 14) S. 454. Papst Alexander III. verfügte bereits 1170, dass kein Testament gültig sei, das nicht in Gegenwart eines Priesters gemacht worden war. 14) S. 454. Jeder weltliche Notar, der ein Testament aufstellte, ohne diese Vorschrift des Papstes zu beachten, wurde mit dem Kirchenbann bestraft. 14) S. 454. Die Kirche beanspruchte für sich das alleinige Recht, ein Testament gerichtlich zu bestätigen. 14) S. 454. Testamentarische Erbschaften an die Kirche galten laut Kirche als verlässliches Hilfsmittel, um die Leidenszeit im Fegefeuer zu verkürzen. So machte die Angst vor ewigen Höllenstrafen nicht nur krank, sondern sie brachte der Kirche einen schönen Batzen Geld ein. Bis heute.14) S. 454. Die christliche Ethik der Wiedergutmachung wurde so ausgelegt, dass wuchernden Kaufleuten gesagt wurde, die einzige Möglichkeit, das Heil zu erlangen, sei die vollständige Rückzahlung ihres Gewinns. Die Rückzahlung folgte in der Regel jedoch nicht an die Geschädigten. Stattdessen wurden in vielen Fällen kirchliche Stiftungen ins Leben gerufen. 7) S. 504. Unverhohlen predigte der Kirchenvater Salvian im 5. Jahrhundert: »Wer sein Vermögen seinen Kindern hinterlässt, statt der Kirche, handelt gegen den Willen Gottes und gegen seinen Vorteil. Während er für die irdische Wohlfahrt seiner Kinder Sorge trägt, betrügt er sich um seine eigene Wohlfahrt im Himmel.« 7) S. 504. Der »heilige« Basilius formulierte es so: »Vorsorge für die Kinder ist nur ein Vorwand der Habsüchtigen.« 7) S. 505. Erbschleicherei durch Priester ist bis in die heutigen Tage bekannt. Vor allem ältere Menschen sind davon betroffen. Alleinstehende ältere Menschen in Altenheimen sind dem Trost der Priester besonders zugänglich ...1993 wurde ein Fall eines Professors bekannt, der seinem Neffen laut seinem Testament 1,5 Millionen Mark vermachte. Das Testament wurde jedoch vom Priesterseminar Zaitskofen angefochten. Die katholischen Priester argumentierten, der Professor sei nicht bei Trost gewesen, als er das Testament zu Ungunsten der Kirche änderte. Dem konnte das Gericht nicht folgen. Die Gerichtskosten von 100.000 DM für den dreieinhalbjährigen Prozess muss das katholische Priesterseminar bezahlen. Hannoversche Allgemeine Zeitung, 30.09.2002.


Superreich durch den Zehnt


Eine große Rolle bei den Einnahmen der Kirche spielte auch der Zehnt. Im Mittelalter waren alle Grundbesitzer verpflichtet, ein Zehntel ihrer Gesamterzeugung oder ihres Einkommens an die Ortskirche abzuführen. 14) S. 454. Wer den Zehnten nicht oder unrichtig zahlte, riskierte Verdammnis und Exkommunikation durch die Priester. 14) S. 454. So zogen die Geistlichen »bewaffnet und unnachsichtig Schulden ein«, während sie scheinheilig gegen Wucher und Zinsen predigten. 15) S. 498. Der heilig gesprochene Papst Pius V. (1566-1572) gab seinen Eintreibern die Anweisung:»Ein gemeiner Mann, der seine Geldstrafe nicht bezahlen kann, soll beim ersten Mal mit auf den Rücken gefesselten Händen einen Tag lang vor der Kirchentür stehen. Beim zweiten Mal durch die Straße gegeißelt werden. Beim dritten Mal wird man ihm die Zunge durchbohren und ihn auf die Galeeren schicken.« 11) S. 18. Verweigerung des Zehnten führte bei den Stedinger Bauern zu Massenmord und Plünderung durch die Kirche mit ihren verbündeten Rittern. Die Bauern weigerten sich, dem Erzbischof von Bremen den Zehnt zu zahlen. Gegen sie wurde im Jahre 1229 das furchtbare Instrument der Inquisition in Gang gesetzt.Papst Gregor IX. ließ seine Dominikaner den Kreuzzug gegen die Stedinger Bauern predigen. 18) S. 90. Im Winter 1229/30 rückte Erzbischof Gebhard II. von Bremen zusammen mit seinem Bruder und anderen Adeligen und ihren Rittern ins Feld gegen die Bauern. 18) S. 90. Zunächst gewannen die Bauern, aber fünf Jahre später, am 27. März 1234, wurden sie von einem Heer im Dienste der Kirche massakriert. 18) S. 91. 


Superreich durch Simonie


Der Ämterverkauf (Simonie) brachte dem Papst viel Geld und Besitztümer ein. Jesus kannte keine Ämter. Er stand auf gegen die Theologie und gegen das damalige Priester- und Pfarrertum. Deshalb setzte er auch keine Amtsinhaber ein. Die katholische Kirche machte das das ein wenig anders ...Papst Innozenz III. schuf gleich nach seinem Amtsantritt 52 neue Sekretariatsstellen, die er für 79.000,- Goldgulden verkaufte. 15) S. 342. Päpste erklärten oft die verkauften Ämter ihrer Vorgänger als vakant, um sie neu verkaufen zu können. 15) S. 342. Papst Leo X. hatte 39 neue Kardinalsämter geschaffen und strich dafür 511.000,- Dukaten ein. Der Preis für einen Kardinalshut lag damals bei 10.000,- bis 30.000,- Golddukaten pro Exemplar. Selbst das Amt des Papstes war käuflich und ging an den Meistbietenden. Als 1492 Papst Innozenz VIII. starb, galt Kardinal della Rovere als der große Favorit. Er verfügte über 1.000.000 Golddukaten von der Republik Genua und weitere 200.000 vom König von Frankreich, um seinem Anspruch den nötigen Nachdruck zu verleihen. 19) S.191. Sein Konkurrent Rodrigo Borgia war unter vier Päpsten Vizekanzler des Heiligen Stuhls. «Die von ihm gebotenen Bestechungsgelder waren atemberaubend. Er verschenkte reiche Abteien, luxuriöse Villen und ganze Städte, um sich die Stimme eines Kardinals zu sichern.« 19) S.191. «Während des fünftägigen Konklaves im August 1492 operierte er mit Versprechungen auf profitable Beförderungen und unverhohlenen Bestechungen, um die Wahl für sich zu entscheiden. Manche Kardinäle wollten Paläste, andere Burgen, Land oder Geld.Kardinal Orsini verkaufte seine Stimme für die Burgen Monticelli und Sariani. Kardinal Ascanio Sforza wollte vier Maultierladungen Silber - und das lukrative Kanzleramt der Kirche, um seine Zustimmung zu garantieren.Kardinal Colonna bekam die reiche Abtei St. Benedikt mitsamt allen dazugehörigen Domänen und Patronatsrechte für sich und seine Familie auf ewige Zeiten. Der Kardinal von St. Angelo wollte das Bistum Porto, die dortige Burg und einen Keller voll Wein.Kardinal Savelli erhielt die Civita Castellana.Rodrigo fehlte immer noch eine Stimme zum Sieg. Die ausschlaggebende Stimme gehörte einem venezianischen Mönch. Er wollte lediglich 5.000 Kronen und eine Nacht mit Rodrigos Tochter, der reizenden zwölfjährigen Lucrezia. Das Geschäft wurde besiegelt, und mit den Stimmen von zweiundzwanzig Kardinälen in der Tasche wurde Rodrigo Borgia zu Papst Alexander VI. gekürt.« 19) S. 191-192.


Superreich durch Mord


Päpste schreckten auch vor Mord nicht zurück, wenn es um ihre finanziellen oder machtpolitischen Vorteile ging. Glaubt man einigen Priestern, die mit einem Buch anonym an die Öffentlichkeit gingen, so geschehen heute noch mysteriöse Todesfälle im Vatikan. Der Historiker Thomas Tomasi schrieb dazu: »Es wäre nicht möglich, all die Morde, die Vergewaltigungen und die Fälle von Blutschande aufzuzählen, die jeden Tag am Hof des Papstes begangen wurden. Das Leben eines Menschen ist nicht lang genug, um sich die Namen aller ermordeten, vergifteten oder bei lebendigem Leibe in den Tiber geworfenen Opfer zu merken.« 19) S. 214. Mord war ein hübscher Nebenverdienst für Papst Alexander VI. Der permanenten Bedrohung seines Bruders überdrüssig, der sich im Vatikan als Flüchtling aufhielt, schickte der osmanische Sultan Bajasid II. Papst Alexander VI. 40.000 Golddukaten, für die er Dschem ermorden solle. Doch so billig war die Hilfe des Papstes nicht zu haben. Er wartete ab. Weitere 200.000 Dukaten legte der Sultan nach. Dann ließ Papst Alexander VI. Dschem vergiften. 19) S. 195.196. Der Ämterverkauf war eine gute Einnahmequelle. Um jedoch die Einnahmen nicht versiegen zu lassen, «sorgte Papst Alexander dafür, dass die Kardinäle bald vergiftet wurden, die er zuvor ernannt hatte. So konnte er nicht nur ihren Kardinalshut erneut verkaufen, sondern auch alle ihre Besitztümer einstreichen, die auf die Kirche übergingen - soll heißen auf Papst Alexander«. 19) S. 195. In seinem Bestseller Die Heilige Mafia des Papstes erwähnt Robert Hutchison eine Reihe mysteriöser Todesfälle, die alle in geschäftlichem oder persönlichem Zusammenhang mit dem Vatikan oder einer ihr nahe stehenden Gruppe stehen sollen: Er bezieht seine Behauptungen auf folgende Todesfälle:
1975: Der französische Senator Prinz Jean de Broglie
1977: Charles Bouchard, Geschäftsführer der Genfer Leclerc-Bank
1978: Pater Giuliano Ferrari
1978: Der orthodoxe Patriarch Nikodim
1978: Papst Johannes Paul I.
1978: Wenig später Kardinalstaatssekretär Villot
1979: Kardinal Vagnozzi, Chef der vatikanischen Präfektur für Wirtschaftsangelegenheiten
1981: Francesco Cosentino, P2-Loge
1982: Der Mailänder Bankier Roberto Calvi
1982: Der Antiquar Sergio Vaccari
1982: Der Autor Giorgio Di Nunzio
1982: Kardinal Benelli aus Florenz
1985: Der ehemalige spanische Außenminister Gregorio López-Bravo
1985: Bankier Ricardo Tejero
1986: Der Reeder José Maria Aristrain
1986: Der Mafioso Michele Sindona
1986: Ein missglückter Mordanschlag auf den spanischen Unternehmer Ruiz-Mateos
1986: Der spanische Verfassungsrichter Manuel García-Pelayo
1994: Der salvadorianische Erzbischof Rivera Damas
1998: Der Leiter der Filiale der Vatikanbank in Neapel, Aldo Palumbo


Der Geistliche Giuliano Ferrari wurde in einem leeren Abteil des Schnellzuges Genf-Paris tot aufgefunden. Er starb angeblich an »schwerem Herzinfarkt«. Bereits 1969 hatte man versucht, ihn mit Hilfe von Glykosid Digitalis langsam zu vergiften. Diese Droge verursacht Herzversagen. Ferrari nannte die römische Kirche »das größte und schmutzigste Geschäftsunternehmen der Welt«. Deschner spekuliert, ob er nicht Opfer des Vatikanismus wurde. Nach Ansicht Ferraris waren die lateinamerikanischen Priester Camillo Torres und Oscar Romero Opfer des Vatikans. Ferrari sagte kurz vor seinem Tod: »Das jüngste Verbrechen des Vatikans war die Ermordung meines Freundes, des Erzbischofs Oscar Romero in San Salvador.« 2) S. 178. Am Morgen des 18. Juni 1982 wurde der Mailänder Bankier Roberto Calvi unter der »Brücke der Barmherzigen Brüder« in London erhängt aufgefunden, seine Füße hingen in die Themse. Er war Mitwisser und Beteiligter eines großen Finanzskandals, der vom Vatikan ausgelöst wurde. Seiner Tochter sagte er kurz vor seinem Tode: »Die Priester werden mein Ende sein.« 3) S. 276. Seine Frau, Clara Calvi, sagte in einem Interview: »Es waren mit Sicherheit die Priester des Vatikans. Das hatte uns Roberto schon vorher gesagt. Jemanden umzubringen ist für sie keine Sünde, so sagten sie es ihm. Sie würden ja nur eine Seele aus dem Körper befreien.« 22).  Mehr dazu bei: theologe.de


Dem früheren Finanzberater des Vatikans, Leopold Ledl, sagte Calvi Tage vor seinem Tode auf seiner Flucht nach London: »Marcinkus will meinen Kopf.« (Gemeint war Kardinal Marcinkus.) 21) S. 276. Am Montag, dem 4. Mai 1998 wurden im Vatikan drei Menschen ermordet. Die offizielle Fassung: Der Schweizergardist Cédric Tornay habe den Oberstleutnant Estermann und seine Ehefrau Gladys Meza Romero erschossen, um sich darauf selbst zu richten. Eine Gruppe von Angehörigen des Vatikans, Geistliche und Laien, die anonym bleiben wollen, sehen das anders. Sie schrieben in Italien ein Buch zu diesem Thema mit dem Titel: »Blutlügen im Vatikan«. In Deutschland erschien das Buch mit dem Titel: Ihr habt getötet. 23). In ihrem Buch legen sie ihre Überlegungen dar, wie es zu den Morden gekommen sein könnte, wer Nutznießer war, und sie zählen die vielen Unstimmigkeiten auf bis zum gefälschten Abschiedsbrief des angeblichen Mörders. Die Mutter Cédrics behauptet, es gäbe jemanden im Vatikan, der die Wahrheit aufklären könnte, doch dieser jemand sei plötzlich spurlos verschwunden. Sie hat Angst, denn Abgeordnete aus dem Vatikan sind bis zu ihr in die Schweiz gereist, um sie unter Druck zu setzen und zum Schweigen aufzufordern. 23) S.110. Nach Angaben dieser anonymen Mitarbeitergruppe des Vatikans, die sich »Jünger der Wahrheit« nennt, soll im Vatikan ein »blutiger Erbfolgekrieg« toben zwischen dem sich rivalisierenden Ableger der berüchtigten Freimaurerloge P2« und einer erzkonservativen international agierenden Gruppe. 23) S.117. Die »Jünger der Wahrheit« aus dem Vatikan schreiben, dass in einem zähen Ringen sich Clans der Freimaurer und dieser internationalen Gruppe »die gigantische (politische, ökonomische und logistische) Machtfülle des Vatikans untereinander aufteilen, wobei der Papst nur als klerikales Aushängeschild dient.« 23) S.117. Zum Tode von Johannes Paul I. (Albino Luciani) sagen sie, er wollte mit dubiosen Finanzgeschäften, übertriebenem Prunk und Korruption innerhalb der Amtskirche aufräumen. »Doch sein Pontifikat war auffallend kurz (33 Tage), die Todesumstände mysteriös, und Albino Lucianis Leiche wurde so schnell einbalsamiert, dass eine Obduktion nicht mehr möglich war ...« 23).


Superreich durch Nebeneinnahmen


Die Päpste fanden immer wieder Wege, ihr Vermögen und das der Kirche zu vergrößern. Papst Alexander VI. ließ Mörder einfach laufen - gegen eine kleine Gebühr selbstverständlich. Er bemerkte: »Der Herr will nicht den Tod des Sünders, sondern dass er zahlt und lebt.« Bei durchschnittlich ca. 14 Ermordeten pro Tag in Rom damals ein einträgliches Geschäft. 19) S. 195. Der gleiche Papst erlaubt einem Adeligen, mit seiner Schwester Blutschande zu begehen - gegen eine Gebühr von 24.000 Goldstücken. 19) S. 195. Peter Mendoza, Kardinal von Valencia, erkaufte sich beim Papst die Genehmigung, seinen Liebesknaben »leiblichen Sohn« nennen zu dürfen. 19) S. 195. Nigel Cawthorne schreibt in seiner Skandalchronik des Vatikans über Papst Bonifatius IX.: Er «war ein Mörder, der durch Ämterverkauf (Simonie) die leeren päpstlichen Kassen füllte. Außerdem betrieb er Ablasshandel und erhob Gebühren für die Kanonisierung Heiliger oder die Ausstellung von Echtheitsurkunden für ´neu entdeckte` Reliquien, wie zum Beispiel die Vorhaut Christi.« 19) S. 195. Auch an den Kreuzzügen verdienten die Klöster gut, denn sie nahmen die Ländereien der Kreuzfahrer als Pfand, die beim Tode derselben an sie fielen ...14) S. 455. 


Superreich durch Prostitution 


Es gab Päpste und Bischöfe, die sich durch Prostitution bereichertenund dafür eigene Bordelle betrieben.Um einen Krieg gegen die Türken zu finanzieren, baute Papst Sixtus IV. (1471-1484) in Rom ein vornehmes Bordell für beide Geschlechter. Seine Kurtisanen sollen ihm jede Woche einen »Julio« aus Gold bezahlt haben, was jährliche Einnahmen von 26.000 Dukaten ergaben. 19) S. 172. Zu Zeiten des Papstes Klemens VI. (1342-1352) waren die Prostituierten so zahlreich, dass Papst Klemens ihnen eine Steuer auferlegte. Der Historiker Joseph McCabe stöberte gar eine Urkunde auf, aus der hervorgeht, dass päpstliche Beamte »ein schönes, neues, ansehnliches Bordell« von der Witwe eines Arztes kauften. Die Urkunde verzeichnet fromm, der Ankauf sei »im Namen Unseres Herrn Jesus Christus« erfolgt. 19) S.137. In Deutschland hatte sich eine neue Form der Tempelprostitution entwickelt. Im Straßburger Münster trieben sich Prostituierte herum. Was man dazu wissen sollte: Der Bischof von Straßburg leitete ein Bordell. 19) S. 118. Der Dekan des Würzburger Doms soll den gesetzlichen Anspruch besessen haben, jedes Jahr aus jedem Dorf der Diözese ein Pferd, eine Mahlzeit und ein junges Mädchen zu erhalten. 19) S. 118. Eine direktere Form der Tempelprostitution wurde im dreizehnten Jahrhundert in Rom wiedereingeführt. Alle ortsansässigen Huren wurden zusammengetrieben und in der unterirdischen Kapelle der Kirche Santa Maria an die Arbeit geschickt, umgeben von einigen der heiligsten Gegenstände der Christenheit.Papst Julius II. verfügte am 2. Juli 1510 in einer päpstlichen Bulle die Einrichtung eines Bordells, in dem junge Frauen ihrem Gewerbe nachgehen durften.Die nachfolgenden Päpste Leo X. und Klemens VII. duldeten dieses Etablissement ebenfalls unter der Bedingung, dass ein Viertel der gesamten Habe der dort arbeitenden Frauen nach ihrem Tod in den Besitz der Nonnen von Sainte-Marie-Madeleine übergeht. 19) S. 236. »Vielweiberei, Sodomie und Inzest waren noch die harmlosen Laster von Päpsten ...« 19) U4.


Superreich durch Subventionen des Staates


In Deutschland liegt die Kirche mit dem Staat in einem Bett, obwohl es das Grundgesetz anders vorschreibt. Die Folgen: Der Staat nimmt dem Bürger das Geld - der reichen Kirche wird es vorne und hinten rein gesteckt! Über 14 Milliarden jedes Jahr! Entweder sind die Politiker derart umnachtet, dass sie es nicht merken, oder sie sind der Kirche hörig und haben Angst. Man hat das Gefühl, die Kirchen haben die Politiker längst in die Tasche gesteckt und können fordern, was sie wollen - die Politiker zahlen es buckelnd, dankbar und freiwillig nach dem Motto: »Halt du sie dumm - ich halt sie arm ...«. Seit Jahr und Tag benützt die Kirche den Staat und somit das Volk als »Melkkuh«. Sie lässt sich vom Staat vieles zahlen: 
-Gehälter von Bischöfen, Kardinälen, Erzbischöfen und Weihbischöfen.
-Gehälter von Kanonikern und Oberkirchenräten. 
-Gehälter von Domvikaren und Mesnern.
-Gehälter von bischöflichen Sekretären.
-Gehälter von Militärbischöfen und -pfarrern.
-Reparatur und Erhalt zahlreicher Kirchen und kirchlicher Gebäude.
-Ausbildung der Priester und Theologen.
-Konfessionellen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen.
-Abermillionen für Forderungen aus der Zeit vor Napoleon (!), die meist von den verarmten Kommunen bezahlt werden müssen. (Kein schlechter Witz).
-Sogar der Weihrauch, der Messwein und die Messgewänder u. v. m. werden bei der Militärseelsorge vom Staat bezahlt.
-Vom Volksgeld finanzieren sie auch die meisten Kosten ihrer Einrichtungen (ca. 90 %, ca. 50 Milliarden Euro jährlich). Sie greifen wenig in die eigene Tasche (trotz 500 Milliarden Euro Vermögen). Dennoch haben sie dort das Sagen: 
-Wer einen Geschiedenen heiratet, dem droht in einer katholischen Einrichtung die Kündigung etc.
Der Clou: 
-Auch Moslems, Atheisten und aus der Kirche Ausgetretene müssen Gehälter von katholischen Bischöfen zahlen, da das Geld aus dem allgemeinen Steuertopf genommen wird (also nicht von den Kirchensteuern, wie manch einer glaubt). 
-Baut eine örtliche Kirchengemeinde einen neuen Kindergarten, so bezahlt sie z.B. nur 1/3 der Kosten, 2/3 zahlt der Staat. Die Kirche wird jedoch alleiniger Eigentümer. (Oft wird das Grundstück gar geschenkt.). 


So wächst der Grund- und Immobilienbesitz der Kirche kontinuierlich. Dies alles und noch vieles mehr ist »das Geheimnis des Staates und der Kirche.«


Zusammenstellung der milliardenschweren Subventionen des deutschen Staates an die Kirchen:
-Verzicht auf Einnahmen.
-Steuerliche Absetzbarkeit der Kirchensteuer für Kirchenmitglieder (lt. 22. Subventionsbericht der Bundesregierung vom 2010) 2,79 Mrd. Euro.
-Befreiung von allen Steuern 1,50 Mrd. Euro
-Verzicht auf Einnahmen insgesamt ca. 4,29 Mrd. Euro.
-Direkte Subventionen (unvollständig).
-Konfessioneller Religionsunterricht an staatlichen Schulen 3,50 Mrd. Euro.
-Ausbildung der Theologen an staatlichen oder kirchlichen Hochschulen 0,65 Mrd. Euro.
-Ersparnis der Kirche durch staatlichen Einzug der Kirchensteuer 1,01 Mrd. Euro.
-Denkmalpflege (nur Anteil von Bund und Ländern) 0,24 Mrd. Euro.
-Seelsorge und Mission bei Militär, Polizei, in Gefängnissen und Anstalten 0,08 Mrd. Euro.
-Zahlungen der Bundesländer aufgrund von Verträgen und Konkordaten, z. B. "Dotationen" 0,83 Mrd. Euro.
-Zahlungen der 15.000 Kommunen in Deutschland (geschätzt) 4,00 Mrd. Euro.
-Ausgaben öffentlicher Rundfunkanstalten für kirchliche Sendungen 0,02 Mrd. Euro.
-Zuschüsse an kirchliche Hilfs- und Missionswerke u. a. 0,19 Mrd. Euro.
-Zuschüsse für kirchliche Kultur 0,02 Mrd. Euro
-Sonstiges, z.B. Orden, Medien, Kirchentage 0,09 Mrd. Euro.
-Weitere Subventionen unbekannt!
-Direkte Subventionen ca. 10,82 Mrd. Euro.


Staatliche Subventionen an die Kirchen insgesamt ca. 15,1 Mrd. Euro.


In der Summe von ca. 15,1 Milliarden Euro ist die weit gehende Staatsfinanzierung der kirchlichen Sozialeinrichtungen noch gar nicht enthalten: 
Für Caritas und innere Mission gibt es noch einmal ca. 50 Milliarden Euro extra Subventionen vom Staat. Die Kirchen selbst verwenden für öffentlich-soziale Zwecke nur ca. 8 % der ca. neun Milliarden Euro Kirchensteuer jährlich. Sie greifen nicht gern in die eigene Tasche, solange die Melkkuh, der Staat, sich melken lässt. So werden die blutigen Kirchenfundamente mit immer neuen Geldströmen aus der Staatskasse übergossen. 

Wozu braucht das Land Eminenzen? Wann endlich wird der Staat frei und die Kirchen und ihre Anhänger zahlen ihre »Hochwürdigsten Herren« und ihren Kult selber?
Weitere Infos: stop-kirchensubventionen.de

Quelle: freie-christen.com