Die Zukunft Deutschlands ist die Zukunft der Welt

Thomas Carlyle


Sonntag, 11. November 2012

Der Brauch Karneval zu feiern


oder "Klabautermann fährt das Narrenschiff volle Fahrt voraus und Kurs auf's Riff"

Ein Artikel von die-friedenskrieger

Im deutschsprachigen Raum gibt es viele verschiedene zu hinterfragende (!) Bräuche und Feste. Am 11.11 z. B. beginnt der Brauch Karneval (viele nennen es auch Fastnacht oder Fasching) zu feiern.
Ohne Hemmungen, meist im Vollrausch wird gefeiert, nach Lust und Laune geflirtet und gevögelt. Endlich kann man mal so richtig die Sau raus lassen. Das ist es, was viele am Karneval lieben. Ohne Zwang wirft man sich ein Kostüm über, konsumiert zumeist Unmengen Alkohol oder andere Drogen und gibt so richtig Gas während der närrischen Tage, weil man das im Alltag ja nicht kann oder es sich nicht schickt. Alles dröhnt, säuft und kotzt. Die Sanitäter sind am Rotieren! Ohne einen Funken Witz und Humor, dafür aber eine Pipeline voller Alkohol, an der sie alle hängen und saugen, sogar die Zwölfjährigen.
Jedes Jahr aufs Neue ist diese Zeit eine Bewährungsprobe für Beziehungen, aber auch für Leute, die dieses Treiben einfach nur nervt und die es nicht verstehen können, wieso plötzlich alle durchdrehen. Dieser Artikel beleuchtet ein paar Hintergründe dieses Treibens.



"Trinken, lärmen, scherzen und Würfel spielen, Festkönige wählen, die Sklaven bewirten, nackt singen und mit Ruß bestrichen in einen kalten Brunnen getaucht werden“: So beschrieb der griechische Satiriker Lukian im 2. Jahrhundert n. C. seine Erlebnisse in Rom beim Fest zu Ehren des Gottes Saturn. Eine durchaus realistische Schilderung. Die Festleiter, bestätigt Lukians römischer Kollege Martial, forderten die Teilnehmer dazu auf, dem Wein kräftig zuzusprechen und nackt ein Lied anzustimmen oder leicht bekleidete Flötenspielerinnen durchs Haus zu tragen und anschließend in einen Wasserbottich zu werfen.


Kein Wunder, dass immer wieder der Verdacht aufgekommen ist, die Karnevalsbräuche, wie sie in Europa seit dem späten Mittelalter belegt sind, müssten von den römischen Saturnalien herzuleiten sein. Doch wo kommt dieser „närrische“ Brauch, bei dem viele gar nicht mitkriegen, was sie im „Spaß“ und halb im Koma treiben, eigentlich wirklich her?
Man höre und staune, doch Vorläufer des Karnevals wurden bereits vor 5000 Jahren in Mesopotamien gefeiert, im Land mit den ersten urbanen Kulturen. Bereits eine altbabylonische Inschrift aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. gibt Kunde davon, dass unter dem Priesterkönig Gudea ein siebentägiges Fest gefeiert wurde und zwar nach Neujahr als symbolische Hochzeit eines Gottes.
Eine symbolische Hochzeit eines Gottes? Was bedeutet das denn?


Die "heilige" Hochzeit

Hierogamie‚ der Brauch, heilige Hochzeiten abzuhalten oder Hieros gamos ‚ heilige Hochzeit, auch Theogamie ist die Hochzeit zweier Götter. Manchmal wird der Terminus auch auf die Vereinigung zwischen einer Gottheit und einem Sterblichen angewendet. In den mesopotamischen Kulturen von Sumer, Assur und Babylon spielte Hierogamie die bedeutendenste Rolle im Kult.
Samuel Noah Kramer, ein US-amerikanischer Sumerologe, nahm an, dass das Ritual der Heiligen Hochzeit des Stadtfürsten mit der Göttin Inanna Mitte des dritten Jahrtausends in Uruk entstand, im Rahmen eines "zunehmenden sumerischen Nationalismus", und dass diese Sitte dann nachträglich auf Inanna und Dumuzi, einem frühen mythischen König der Stadt zurückgeführt wurde. Die Feier eines Hieros gamos in Sumer wurde anhand solcher Keilschrifttexten rekonstruiert. Sie beschreiben nicht den tatsächlichen Ablauf, sondern eher Texte, die zu dem Zyklus um Dumuzi und Inanna gehören und die vielleicht bei einem solchen Anlass zitiert werden.

 

Der Stadtfürst vollzog eine rituelle Vereinigung mit der Göttin Inanna im Haupttempel der Stadt. Wer die Rolle der Inanna einnahm, ist unklar, meist wird angenommen, dass es sich um eine Priesterin handelte. Das Ritual wurde auf einem Bett mit spezieller Decke vollzogen und wurde von einem Fest mit Gesang, Tanz und Musik beschlossen. Die beste Quelle für das Ritual ist "Iddin-Dagan A" oder Lied zum Ritus der Heiligen Hochzeit der Göttin Inanna mit König Iddin-Dagan von Isin, erhalten in 14 Texten aus Nippur aus der Regierungszeit von Iddin-Dagān. Ein Text aus dem Britischen Museum beschreibt im Emesal-Dialekt die Vereinigung von Inanna und Dumuzi, die vielleicht als Vorbild für die heilige Hochzeit diente. 
Das Ritual des Festes ist auch aus einem aramäischen Text aus Syene überliefert. Er berichtet von der kultischen Vereinigung des Königs von Araš (ʿrš, rš) mit der Göttin Nana. Herodot berichtet von einer Heiligen Hochzeit auf der Ziggurat von Babylon. In einigen kabbalistischen Texten findet sich die Annahme einer Heiligen Hochzeit zwischen Gott und der Šeḫinah.
Sexualität als Teil dieses Rituals der „Heiligen Hochzeit“ hat, wie man sehen kann eine lange Geschichte und spielte in vielen Alten Religionen eine zentrale Rolle. Laut des Glaubens der Kultteilnehmer enthält dieser kultische Sex eine irdische Lustbefriedigung in dessen Ekstase sich das Göttliche offenbart. Womit wir wieder beim Thema wären. Es geht, wie man auf dieser Seite, u. a. auch in der Serie „Okkulte Schlangenbrut“ immer wieder lesen kann, um die Nutzung dieser Kraft durch Tempelprostitution für rituelle Zwecke.
 
Die Karte der Liebenden (die Brüder) des Crowley-Tarot

Die "Heilige Hochzeit": Das "Hochzeitspaar" des Crowley-Tarot ist in königliche Gewänder gekleidet. Die des Bräutigams korrespondieren mit dem Herrscher (Schlangenmuster), die der Braut mit der Herrscherin(Bienenmuster). Hierin liegt eine weitere Allegorie, welche auf das Tetragrammaton und das Elternpaar hinweist. Hier wird auch ein Symbol der Rosenkreuzer angedeutet, die "Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreutz". Verbildlicht wird die Vermählung von Animusund Anima. Die Kronen der beiden zeigen auf männlich (Gold) und weiblich (Silber). 

Die ganz frühe Form der Prostitution wurde in den altorientalischen und antiken Kulturen praktiziert v. a. beim Kult der Astarte, der Ischtar und der Aphrodite, aus dem sich die Riten aller weiteren Kulturen hergeleitet haben. Ištar war als Gleichsetzung der sumerischen Innana.

 


Das babylonische Ishtar-Tor



Im späten Neolithikum hatten die ersten Tempel in Sumer die Form eines Ovals innerhalb eines Ovals. Die Ähnlichkeit mit einer Vulva ist sicherlich beabsichtigt. Die späteren Tempel ragten hoch in den Himmel mit dem Brautgemach als die oberste Kammer wo der König mit einer nu- gig , einer Tempeldienerin, Sex hatte. Er galt als irdischer Vertreter des Vegetationsgottes und sie war wahrscheinlich die Oberpriesterin als Repräsentantin der Stadtgöttin. 
Die Heilige Hochzeit war das Zeichen seiner Inthronisation und die wichtigste Kulthandlung im sumerisch-babylonischen Festkalender.
Ein König oder Gott konnte nur durch die Verbindung mit der Thronerbin an die Macht kommen. Die Übertragung der Königsherrschaft (Sovreignity) durch die Königin-Göttin als Repräsentantin des Landes findet sich noch bei den Kelten. In Ulster z.B. musste der König mit einer weißen Stute, Symbol für die Pferdegöttin des Landes Kopulieren. Manchmal folgte dem heiligen Sex der Tod.Ein Pubertätsritus der Marind-anim Neuguineas endete damit, dass eine Jungfrau unterhalb einer Plattform lag und alle neu initiierten mit ihr Sex hatten. Während der letzte bei ihr lag wurden die Halterungen der Plattform gelöst, so dass diese über dem Paar zusammenbrach und sie töteten. Die Körper wurden schließlich zubereitet und von der Menge gegessen.
Ein König, der mit der irdschen Göttin Nair schlief musste nach der Überlieferung sterben. Die Heilige Hochzeit weihte ihn zum Herrscher und zugleich dem Tod als Dankopfer.
Die bekanntesten und wichtigsten Mysterienkulte waren jene der Demeter und Persephone-, Dionysos-, Orpheus-, Magna Mater und Mithraskult. Außer dem Mithraskult benutzten die anderen die Heilige Hochzeit mindestens symbolisch.
Bei den Eleusismysterien gibt es Hinweise auf eine Hochzeit im Untergrund. Dionysos, der oft mit Hades in Verbindung gebracht wird, zeigt sich uns als ein Gott, dessen Beziehung zu Frauen unüblich ist für die damaligen Götter. Einigen Autoren zufolge sichert er die eheliche Beziehung indem er dengriechischen Frauen ab und zu eine Freiheit gönnte. Neben den öffentlichen Dionysischen Mysterien existierten auch private, die man als esoterischer Zweig betrachten kann. Möglich, dass einige wenige tatsächlich orgiastische oder Swingerclub ähnliche Formen annahmen.
Frauen hatten im Dionysoskult oft Sex mit dem Gott, der wahrscheinlich in die anwesenden Männer invoziert wurden. Zum Ende des Winters fand auch das Theogamia Fest statt, bei dem Zeus und Hera einen Hieros Gamos abhielten. Die Delphische Sibylle nennt sich die Braut Apollos und in Patara heißt es, die Priesterin hätte Sex mit Apollo gehabt und Kassandra von Troia wurde bestraft als sie sich weigerte Sex mit dem Gott zu haben. Die Eleusynischen Mysterien und der Dionysoskult teilen sich das Haloa Fest, das in der Mittwinternacht gefeiert wird. Nur Frauen konnten teilnehmen und aßen Vulva und Phallusimitationen aus Kuchen.
Sex zu Ehren der Göttin war ihr so heilig, dass es in ihrem eigenen Tempel stattfand.

Karneval in Venedig

Im 15. Jahrhundert war Venedig die reichste Stadt des Okzidents, und von diesem Reichtum zehrt sie noch heute.
Der historische Karneval in Venedig ist mit seinen Masken, Tierhatzen, Herkulesspielen und Feuerwerken der bekannteste neben denen von Florenz und Rom und viele Bräuche haben sich von hier aus weiterverbreitet. Ein Karnevalsfest (pullus carnisbrivialis) in Venedig wird erstmals in der Chronik des Dogen Vitale Falier für 1094 erwähnt. Die älteste nachweisbare Erwähnung einer Maske in Venedig ist die Schilderung eines Zunftumzuges bei Martino da Cànal und stammt daher erst aus dem 13. Jahrhundert. Zu Lebzeiten Giacomo Casanovas im 18. Jahrhundert erreichte der Karneval seine größte Pracht, zugleich wurden die Sitten immer lockerer. 
Eingeläutet wird der Karneval in Venedig immer mit den sogenannten Engelsflug.

 

Der traditionelle „Volo dell´angelo“ (Engelsflug) gilt als Höhepunkt des Karnevals von Venedig. Tausende verfolgen jedes Jahr den „Flug“ einer jungen Frau vom Campanile auf den Markusplatz.

 

Der Ursprung dieser Tradition liegt im Jahr 1162, als Venedig den Patriarchen von Aquileia besiegte. Dabei war der Patriarch Ulrich mit 12 seiner Kanoniker gefangen genommen worden. Als Symbol der Unterwerfung hatten die Venezianer nicht ohne Anzüglichkeit im Austausch gegen die Gefangenen einen Jahrestribut von zwölf Schweinen und einem Bullen verlangt. Die Tiere wurden seitdem in einem jährlichen Verhöhnungsfest feierlich zu Tode gebracht: Vor Doge und Volk stürzte man die Schweine vom Markusturm, dem Bullen schlug man den Kopf ab. Das war der Höhepunkt des Karnevals.
Ab dem 16. Jahrhundert schwang sich statt der Schweine ein Akrobat von einem Floß im Bacino di San Marco an einem Seil auf die Spitze des Campanile und ließ sich von dort quer über die Piazzetta auf die Dogenloggia im Palazzo herunter - "pfeilschnell", wie die Chronisten sagen - und überreichte dem Dogen einen Blumenstrauß. Nach dem ersten dieser Akrobaten, einem Türken, hieß dieser Teil des Festes seitdem Volo del Turco, der Flug des Türken, auch wenn dieser schon im 16. Jahrhundert ein festes Privileg der Arsenalotti, der Werftarbeiter Venedigs wurde. 
Von Mauern und Toren geschützt, ließ die Regierung in Venedig jene Technologien entwickeln, die die Vormachtstellung garantieren sollten. Auf dieser Flottenbasis der Republik arbeiteten bis zu 16.000 Menschen, die Arsenalotti. Sie galten als Elite der Schiffbauer. Zimmerer, Segelmacher, Seiler, Bogenbauer, Kanonengießer und Waffenschmiede sorgten dafür, dass innerhalb von zwei Wochen bis zu 25 Schiffe auslaufbereit waren. 
Existenz und Wohlstand Venedigs hingen von der Sicherheit der Kauffahrer ab. Kriegsgaleeren begleiteten daher die Handelsschiffe auf ihren Routen nach Konstantinopel, Zypern, Syrien, Alexandria, Barcelona und Flandern. Piraten und Freibeuter, die offiziell von einer Regierung mit Kaperbriefen ausgestattet waren, bedrohten ständig Fracht und Leben. Seeraub war eine höchst einträgliche Einnahmequelle. Sie überfielen Schiffe wie Küstendörfer und verschleppten einander wechselseitig in die Sklaverei. 
Die Venezianer passten sich wie immer an. Seit dem 10. Jahrhundert war der Sklavenhandel Staatsmonopol. Es gab nichts, was die Händler auf dem Rialto nicht liefern konnten. 


Sklavenhandel in Venedig

Überall breitete sich diese Praxis von den großen Hafenstädten her aus – Barcelona, Valencia, Genua, Marseille, Sevilla, Lissabon und Venedig. Vor allem in Italien herrscht dabei der Typus der Sklaverei von Frauen in Haus und Familie vor.
Sehr oft, ja fast immer, waren Sklavinnen nicht dem paterfamilias zugeordnet, sondern der Frau des Hauses. Dies zeigt sich in Eheverträgen, wo sie häufig als Teil der Mitgift ausgewiesen werden. Hierfür bieten die Quellen der Stadt Ragusa (Dubrovnik) zwischen 1278 und 1282 zahlreiche Beispiele, ebenso die Dokumente aus Friaul. Im griechischen Osten war die Praxis ebenfalls weit verbreitet. In Venedig und Genua erscheinen Sklavinnen nicht im Zusammenhang mit Heiratsverträgen, obwohl auch hier die Zuordnung zur Frau des Hauses die Regel gewesen sein dürfte. Eine nicht zu unterschätzende Zahl von Sklavinnen läßt sich im Dienst von allein lebenden Witwen ausmachen. (Die soziale und ökonomische Rolle von Witwen in den Oberschichten sollte nicht unterschätzt werden.)
Weiter auf der Skala in Richtung Sklaverei lag der ausgedehnte, mehr oder weniger versteckte Handel mit Kindern, vor allem Mädchen, der sich in manchen Ländern entwickelte. Diese wurden zum Teil von weit her geholt und in häusliche Dienste vermittelt. Die Vermittlung erfolgte gegen Gebühr und kommt insofern einem Verkauf gleich, so dass sich auch der Status der Mädchen dem von Sklavinnen annäherte. 
Ein gutes Beispiel für dieses Problem ist Venedig und seine Region mit den anime, wie die Hausmädchen hier genannt werden. Nach einem Beschluss des Consiglio di Pregali 1386 war es verboten, diese anime weiter nach außerhalb der Stadt zu verkaufen. Andererseits waren die anime verpflichtet, für ihren Transfer nach Venedig die Kosten von drei oder sechs Dukaten zu bezahlen. Die Unterscheidung zwischen den anime und den Sklavinnen war so schwierig geworden, dass ein Beschluß von 1388 einfach eine Differenzierung nach der geographischen Herkunft vornahm: Als anime wurden nur noch Kinder angesehen, die von Korfu oder diesseits dieser Insel an der griechischen Westküste kamen. Alle, die von jenseits stammten, galten als Sklaven.
Man kann davon ausgehen, dass einige Händler sich nicht darum kümmerten und auch die nominell freien anime als Sklavinnen weiterverkauften. Junge Mädchen und Kinder aus der Lombardei und dem Trentino wurden von Venedig als nach Florenz, Siena, sogar nach Rom verkauft und dort dem Status von Sklavinnen unterworfen. Auch in Genua findet man Dokumente über sehr junge Kinder, die sich zu teilweise ungünstigen Bedingungen gegenüber einem Dienstherren verpflichteten, weil sie als Waisen schutzlos waren.
Die Einfuhr von Sklaven erfolgte auch nicht spekulativ in der bloßen Hoffnung auf einen möglichst hohen Verkaufserlös, sondern oftmals auf Anfrage, auf gezielte Bestellung. Dementsprechend wurde der Markt auch nicht regelmäßig, sondern sporadisch beliefert. Händler, die mit Sklaven handelten, werden in den Quellen nur ganz ausnahmsweise als Sklavenhändler (venditor sclavorum) bezeichnet. Was die funktionale Seite angeht, spielten die Inhaber von Herbergen und Wirtshäusern eine gewisse Rolle: In Florenz und Venedig werden sie darüber hinaus von den Obrigkeiten der Zuhälterei beschuldigt bzw. des Verkaufs von Frauen zum Zwecke der Prostitution. Zweifelsohne waren sie in einem umfassenden Sinne Mittelsmänner und Vermittler von Geschäften auf dem lokalen Sklavenmarkt.
Die materiellen und topographischen Bedingungen der Geschäfte, die zumeist von den Notaren festgehalten wurden, bekräftigen das Bild eines diffusen Handels. Auch hier gab es den Gegensatz zwischen den Städten der aragonesischen Krone, wo zuweilen ganze Gruppen von Mauren öffentlich zur Schau gestellt und dem Meistbietenden verkauft wurden, und den italienischen Hafenstädten, wo sich im Verlauf der Zeit der »private« Verkauf durchsetzte (obwohl es in Venedig einen »Sklavenkai« auf dem Rialto gab). Die Verkäufe beziehen sich fast immer auf eine einzelne Person (gelegentlich auf eine Frau mit Kind). Die Publizität wird zwar oft durch die Transaktion an der Bank des Notars auf der Straße, im Hauseingang (porticus), in den Geschäftsräumen eines Kleinhändlers o. ä. gewahrt. Gleichwohl ergibt sich insgesamt ein »privates« Bild: die meisten Verkäufe spielten sich im Hausinneren ab.

Kurtisanenwesen

Neben der Sklaverei hatte Venedig eine ausgeprägtes Kurtisanenwesen. Das Kurtisanenwesen war eine Sonderform der Prostitution, die in Italien im 16. Jahrhundert ihren Höhepunkt erlebte. In Venedig zählte man 1520 unter 165000 Einwohnern 10000 Kurtisanen. Diese arbeiteten in Bordellen oder wurden als Lustsklavinnen gehalten.
Die „anime“ , die Lustsklavinnen wurden von den hohen Herren gehalten und mit der Ehefrau wurde nur geschlafen, um Kinder zu zeugen. Die Konkurbinen dienten den hohen Herren einzig und allein für die Lust. Die meisten hielten sich gleich zwei. Der Name „cortigna“, von dem das Wort Kurtisane abstammt bezeichnete eigentlich eine Hofdame, die den höchsten Aristokraten diente. Allein dass der Name Kurtisane diese Bedeutung bekam, spiegelt sich darin wieder, dass junge Frauen den Adligen auch sexuell dienen mussten.
Die um 1535 in Venedig veröffentlichte Kurtisanenpreisliste „Tariffa delle puttane“ war ein Dialog mit Versen, Namen, Adressen, Preisen von mehr als 100 Luxussklavinnen, die deren Reize ausführlich darbot.
Das diese Art der Menschenverachtung heute noch gängige Praxis ist, zeigen viele Berichte. Der Modezar Dov Charney z. B. machte auch keinen Hehl daraus, dass er sich gerne Sexsklavinnen hält. Die Werbungen und Anzeigen seiner Modefirma sind an Laszivität und Perversion vor Allem auch im Bezug auch Pedophilie eindeutig. Mehr über das schreckliche Thema können Sie in meinen Artikeln „Das schmutzige kleine Geheimnis der Logenbrüder Teil I+II“ lesen.

Hinter verschlossenen Türen

Was meinen Sie, was diese antiken Hochzeitsbräuche in Venedig wirklich symbolisieren?
Karneval ist ein Fest, ein Teil jener „Heiligen Hochzeit“, die auch schon die Babylonier gefeiert haben. Nicht ohne Grund hat sich dieser Brauch gerade in Venedig gefestigt: Einer Stadt, die durch Sklavenhandel und Prostitution ihren Zenit erreichte!
Laut Insidern findet der „wahre Karneval in Venedig“ übrigens hinter verschlossenen Türen statt. Die „Oberen“ feiern in Samt und mit Masken in ihren Privatgemächern. Das, was der gemeine Tourist im Nieselregen bei 3 Grad auf dem Markusplatz geboten bekommt, fußt meist nur auf gesponserten Werbemaßnahmen. 
Was meinen Sie, was da wirklich gefeiert wird?

Karnevalsbräuche

Ausgehend von den italienischen Aristokratenhöfen wie in Venedig etc. entwickelten sich seit dem Spätmittelalter immer prunkvollere und aufwändigere Formen des Karnevals. Im Allgemeinen dauerte das Fest von Epiphania (6. Januar) bis zum Beginn der Fastenzeit am Aschermittwoch.
Aus Italien strömten Besucher aller Art u. a. nach Köln (Soldaten, Händler, Gewerbetreibende usw.), die zum Teil hier sesshaft wurden. Durch die Fremden kamen kulturelle Einflüsse aus dem fernen Süden. Osten und Norden in die römische Kolonie am Rhein. So ist es nicht verwunderlich, dass im römischen Köln auch Gottheiten verehrt wurden, die aus dem keltischen, germanischen und griechisch-orientalischen Kulturkreis kamen. So bunt gemischt wie die Einwohner waren, so bunt gemischt war auch die Götterverehrung.
Als Kolonie hatte Köln das Recht, die gleichen Feste zu feiern wie Rom. Dazu gehörte unter anderem das Fest der Saturnalien, das vom 17. - 19. Dezember gefeiert wurde (meistens dehnte es sich sogar eine ganze Woche aus). 
An diesen Tagen war es nicht erlaubt etwas Ernsthaftes oder Wichtiges zu tun. Die Arbeit in der ganzen Stadt ruhte und die Schulen blieben geschlossen. Alle waren fröhlich, lärmten, tranken, sangen, tanzten, spielten und scherzten. Männer und Frauen, Herren und Sklaven tauschten die Kleidung. Die freien Bürger bewirteten an diesen Tagen die Sklaven. Das Fest der Saturnalien, an dem die streng geübte Hierarchie ins Gegenteil gekehrt wurde, war eine Art Karneval der antiken Welt.

Schiffskarren

Die Römer veranstalteten an diesem Tag auch einen Umzug, in dem in Köln ein Schiffskarren mitgeführt wurde, der "carrus navalis". Von diesem kultischen Schiffskarren leitet sich eventuell auch  das Wort Karneval ab. 

 

Dieser Schiffskarren war ein kunstvoll gezimmertes Schiff, das auf einem Wagen gezogen wurde. Es war in grellbunten Farben bemalt und es wurden Figuren der Göttinnen Isis und Nerthus darauf mitgeführt. Isis wurde als ägyptische Göttin der Fruchtbarkeit und des Todes verehrt und Nerthus als germanische Fruchtbarkeitsgöttin. Die Römer taten sich mit dem ägyptischen Isiskult etwas schwer, daher haben sie ihn mit dem Gott Saturn verbunden. Wie die römische Mythologie behauptet, brachte der Gott Saturn mit seiner milden Herrschaft den Menschen Freiheit und Glückseligkeit.

 

Der Schiffskarren mit Isis und Nerthus wurde von verkleideten und lärmenden Menschen begleitet, sowie von einer aufreizenden Musik von Handpauken, Zimbeln, Flöten und Rasseln. Vielleicht sollte damit der Tod verbannt oder verscheucht werden, denn der Göttin Isis sagte man eine magische Kraft zum Reich der Toten nach. Hier wurde mit Übermut gegen den Tod gekämpft. Durch dieses Fest wurde der Lebenswille der Römer gewaltig gesteigert.
Bereits im alten Babylon (im heutigen Irak) wurde an sieben Tagen fröhlich gezecht und geschmaust, waren hoch und niedrig gleich geachtet, rollte in einer festlichen Prozession zum Heiligtum des Gottes Marduk ein Prunkschiff auf Rädern einher. Auch im alten Ägypten und in anderen Ländern inklusive Germanien war der "carrus navalis" in Umzügen gang und gäbe. 
Sind das die Vorläufer der Rosenmontagswagen?

Kostüme 

Die Form des Karnevalsfestes wurde im Mittelalter durch die jeweils tonangebende Schicht der Gesellschaft bestimmt. Das waren ab dem 17. Jahrhundert die Zünfte, ihnen fielen die Hauptrollen im Karneval zu. Mit ihren Banden bestimmten sie das äußere Bild des Karnevals. Diese Banden waren Aufführungen, in denen sich Fastnachtsspiel und Verkleidung miteinander verbanden. Mit Tanzen und Spielen zogen die "Gesellenbanden" auf öffentliche Plätze, vor Gasthäuser und vor den Häusern der reichen Bürger auf und boten in Liedern und satirischen Szenen Begebenheiten aus ihrem Berufsleben dar und nahmen in witziger Persiflage alles aufs Korn, was Anlass zum Spott bot. Als Dank wurden sie bewirtet. Dieser Brauch geht wieder auf die Römer zurück, bei denen die Herren die Sklaven bewirteten.

 

Während des 18. Jahrhunderts kam es nach italienischem Vorbild zu einer Art Korso in Köln. An den Karnevalstagen versammelten sich Komödianten, Schausteller und Gaukler in der Stadt. 
Von Kurfürst Clemens August ist überliefert, dass er alljährlich am Dreikönigstag ein großes Mahl abhielt und dazu Domherren, Deutschordensritter, Stiftsdamen und andere vornehme Bürger einlud. Man traf sich vermummt und in ausgelassener Freude. In Anlehnung an diese Feste am Hof des Kurfürsten fanden im 18. Jahrhundert die Redouten als vornehme Fastnachtvergnügen statt. Es waren Bälle, auf denen ein absoluter Maskenzwang bestand. 


Masken

Masken werden nicht nur in Theater und Kunst, sondern auch zu rituellen Zwecken eingesetzt. Die Wurzel der Maske liegt im Kult.
Schon vor über 900 Jahren wurde der Karneval in Venedig gefeiert. Die Masken boten damals wie heute Anonymität - soziale Schranken waren somit aufgehoben. Adelige verkleiden sich als Diener und Diener als Adelige, Männer und Frauen tauschten die Gewänder. Sitte, Anstand und Rollenzugehörigkeit wurden dem okkulten Treiben hinter der Maske geopfert.

 


Träger einer Maske wurden nicht einfach als verkleidete Menschen angesehen, sie waren im Bewusstsein der am Ritual teilnehmenden Personen - die angesprochenen Geister oder Dämonen selbst. Die Herstellung einer Maske geschah deswegen oft unter Beachtung ritueller Vorschriften und in aller Abgeschiedenheit. Masken konnten „beopfert“ werden oder wurden mit einer besonderen Kraftladung versehen.
Die Bedeutung der Maske bei „Kult-Parties“, Freimaurer-Events, etc. nimmt für jene eine äußerst wichtige Stellung ein. So ist es jedem „vergönnt“, gerade auch den in der Öffentlichkeit stehenden Personen, an exquisiten Feierlichkeiten, vor allem Sex-Parties, teilzunehmen, ohne erkannt zu werden. 
Die Masken werden vor allem bei den großen Einweihungsfesten getragen. Es gibt viele Einweihungsgesellschaften, bei manchen für jeden Grad der Erkenntnis eine andere. 


Karnevalsmütze

Zu Beginn der Neuordnung des Karnevals 1823 waren einheitliche Karnevalsmützen noch nicht an der Tagesordnung. Die Idee dazu war noch niemand gekommen. Sie kam erst 1827 von einem Preußen, dem Generalmajor Baron von Czettritz und Neuhaus. Er nahm an einer Versammlung des Festordnenden Comités teil, um den Kölnern für ihren Maskenzug sein privates Schimmelgespann samt Prunkgeschirr, den Kutschern und Vorreitern zur Verfügung zu stellen. Das war recht ungewöhnlich, da die Kölner so ihre Schwierigkeiten mit den Preußen hatten. Noch ungewöhnlicher war die Rede des Generalmajors. Er begann: "Gleiche Brüder, gleiche Kappen, darum erlaube ich mir den Vorschlag, dass wir hierfür, als Unterscheidungszeichen der Eingeweihten ein kleines buntfarbenes Käppchen während unserer Veranstaltungen aufsetzen, um diejenigen, die hier unberufen eindringen, erkennen und nach Verdienst abweisen zu können." 

 

Es gibt zahlreiche Untersuchungen die aufzeigen, dass ein deutlicher Zusammenhang zwischen Narrenkappe und phrygischer Mütze besteht!

Vorherrschend war die phrygische Mütze im Attiskult und im römisch- militärischen Mitrasdienst.
Gleiche Brüder, gleiche Kappen!

 


Das christliche Abendland und die christliche Ikonographie kamen schon recht früh mit der phrygischen Mütze in Berührung. Zuerst taucht die gezipfelte Mütze als Kopfbedeckung der heiligen Dreikönige auf. Weil die in der Geburtserzählung Jesu erwähnten Magier aus dem Osten kamen, erhielten sie - lange bevor sie zu Königen wurden - phrygische Mützen, so zu finden auf Sargreliefs des 3. und 4. Jahrhunderts und auf den berühmten Mosaiken in Ravenna aus dem 6. Jahrhundert. Hier kennzeichnen die phrygischen Mützen die Herkunft der Mützenträger aus Kleinasien und ihren Stand, die Zugehörigkeit zu den Priestern. Die phrygische Mütze wird hier zum - verborgenen - letzten Kennzeichen für die Herkunft aus Kleinasien und die Zugehörigkeit zum priesterlichen Stand.

Die Zahl 11

Der Karneval beginnt im November, dem Monat der Besinnung auf Tod und Vergänglichkeit. Dies geht zurück auf die bereits erwähnte zeitliche Abfolge antiker Traditionen. Im November gedachte man der Götter, die für die Gaben des Herbstes, vornehmlich den Wein, zuständig waren. Der Kölner Karneval wurzelt auch heute noch in kultischen Bereichen, die eine lange Geschichte haben.

Es fehlte dem 11. im 11. auch nicht an einer geschichtlichen Grundlage. In der gallischen Kirche bereitete der Advent nicht auf Weihnachten, sondern auf das alte Hauptfest Epiphanie vor. Der Advent war eine Fastenzeit, die am Martinstag (11. im 11.) begann und 56 Tage dauerte.
11.11.11 Uhr 11 - (K) Hölle Alaf!
Der "Elfer-Rat" ist aus dem Festordnenden Comité hervorgegangen, das sich 1823 bildete, um den Karneval neu zu organisieren. Die Zahl Elf ist laut Angaben der Seite „Köllner Karnevall“ das Symbol der Narretei. Sie symbolisiert die Einheit im Karneval. Sie stellt die Eins neben die Eins als Zeichen der Gleichheit aller Narren. Jeder Jeck unter der Narrenkappe sollte eine selbständige und gleichberechtigte Person sein. Die Elf hat auch einen politischen Bezug. Seit der Französischen Revolution steht ELF für E = Egalite, L = Liberté und F = Fraternité (Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit). Diese Deutung ist für Köln, das lange unter französischer Besatzung lebte, maßgebend. So wurde die Elf schon fast zu einer magischen Zahl in Köln und im Karneval. Auch das Kölner Wappen weist elf Flammen auf, die allerdings auf die elftausend Jungfrauen zurückgehen.

Die Zahl 11 ist übrigens die mystische Zahl der jüdischen Kabbala (der zionistischen Freimaurerei), der Quelle aller Symbole und Mysterien der Freimaurerei. Sie ist das Zeichen „der Brüder“.

Büttenrede

 

Über die Eule als Symbol der Ishtar habe ich auf diesem Blog ausführlich geschrieben. Dass die Büttenreden auf einem derartigen Rednerpult gehalten werden spricht eine deutliche Sprache. 

Rosenmontag

Die Rose ist die älteste Blume. Schon 5.000 v. Chr. war sie in China bekannt. Von dort hat sie sich im Laufe der Jahrtausende ausgebreitet. Verehrung und Mystik der Rosen ist ebenfalls Jahrtausende alt. Für Freimaurer hat die Rose eine besondere Bedeutung. Sie begleitet ein Freimaurerleben von der Initiation bis zur Abberufung.
Der Rosengarten war ursprünglich Gerichtsstätte, heilige Stätte und noch früher sogar Opferstätte. Ein Rosengarten war in jener Zeit ein vor dem Ort liegendes eingezäuntes Grundstück, wo geplaudert und gespielt, wo Recht gesprochen wurde, wo Versammlungen abgehalten wurden, wo Verfolgte Schutz und Frieden fanden. Im Mittelalter war der Rosengarten auch die Bezeichnung für Turnierplätze, wo Ritter im Wettkampf ihre Kräfte zu messen pflegten. Ebenso wurde der Inbegriff aller Lust und Wonne einst mit einem Rosengarten umschrieben.

 

Die Rose ist u.a. ein Symbol der Verschwiegenheit. Die Römer hängten bei Zusammenkünften eine Rose an die Decke und erinnerten die Anwesenden daran, über das "sub rosa" (= unter der Rose) Gesagte zu schweigen. Verschwiegenheit gehört zum maurerischen Geheimnis.
Was die anderen Karnevalsbräuche wie z. B. das Dreigestirn, die Jungfrau, die Funkenmariechen, der Hoppeditz etc. bedeuten ist offensichtlich und wird hier nicht extra behandelt. Der Inhalt dieses Treibens dürfte mittlerweile klar sein.

Der Kult des „Carneval“

Der Name, früher mit "C" geschrieben und gelegentlich heute auch noch, wie man beim Comitee Düsseldorfer Carneval sieht, das sich dabei auf seine Ursprünge beruft, wird verschieden abgeleitet. Die einen führen ihn „angeblich“ auf "carne vale" zurück, weil nach Ende der Narrenzeit dem Fleisch Lebewohl gesagt werden müsse und das 40tägige Fasten beginne. Andere vermuten hier eine Abkürzung von "carnislevanem", wie in alten Schriften die Fastnacht genannt wird.
Darunter wäre allerdings die Zeit zu verstehen, in der man sich besonders mit Fleischessen vergnügt! Also quasi genau das Gegenteil von dem, was uns u. a. auch die christlichen Vertreter weismachen wollen!
Man beruft sich beim Brauch des Carneval auf das alte "caro avallare" der Italiener, das "carnes tollendas" der Spanier und, mit Einschränkung, auf das "mardi gras" der Franzosen. Bis zu den Saturnalien der christlichen Römer, die ihre heidnischen Feste nicht vergessen konnten, und zum altgallischen "carn" (Opferaltar) reichen die Erläuterungsversuche.
Für Karnevalskundige wie den Geschichtsforscher Anton Fahne "scheint" das Frühlings Narrenfest - nach der Zeit, in die es fällt - aus den Bacchanalien hervorgegangen zu sein, einem "teuflischen Fest: „sie rasen vorsätzlich an diesen Tagen, binden Larven vor, tauschen die Geschlechter aus, vermummen sich in Gespenster, Teufel, geben sich dem Bacchus und der Venus hin und halten allen Muthwillen für erlaubt ...".
Die Wurzel des Karnevals gedieh aber, wie bereits erwähnt, schon viel früher - im Vorderen Orient.
Die römischen Bacchanalien waren ursprünglich kein römisches Ereignis; vielmehr entspricht Bacchus weitgehend dem griechischen Weingott Dionysos und die Bacchanalien den Dionysien.
Ein wesentlicher Grund für die Exzesse der Bacchanalien war die Kombination großer Mengen Alkohol mit psychedelischen Substanzen wie halluzinogenen Pilzen und sogar Tollkirschen. Hinzu kam, dass der Mummenschanz der Bacchanalien eine zusätzliche enthemmende Wirkung hatte. So beschreibt Euripides in "Bacchae" die Teilnehmer als Zecher, die sich Felle und Häute überstreifen und Tierrollen übernehmen.



Die Inschrift von Tiriolo (186 v. Chr.) gibt den Senatsbeschluss über die Bacchanalien wieder, der die Bestimmungen bezüglich dieser Zusammenkünfte enthält. In diesem wird deutlich, dass der Senat die Kultvereine als staatsbedrohend (!!) ansah und ihnen daher alle Vereinsrechte wie die Wahl eines Vorstands oder die Einrichtung einer Vereinskasse untersagte. Der Senat als Genehmigungsinstanz übernahm die vollständige Kontrolle. Die Abschrift von Tiriolo auf einer Bronzetafel ist erhalten und befindet sich heute in der Antikensammlung des Kunsthistorischen Museums in Wien. 
Interessant nicht?

Staatsbedrohung?

Eine Staatsbedrohung, die damals untersagt wurde gilt heute als völlig normal. Wie haben sich die Zeiten doch geändert! Heute gilt aber wirklich alles, was den Sittenverfall beschleunigt als „Zeitgeist“. 
Die Ausläufer dieser Feste senden sie heute bis zum Erbrechen live im Fernsehen (eine Büttenrede nach der anderen – tah, tahhhhhhhhh … wochenlang!) und die Leute kriegen in Köln, Mainz etc. (Rosenmontag etc.) sogar frei, um an dem Treiben teilzunehmen, sich die Birne zuzuschütten und wild herum zu vögeln. Super!
Dauerbeschallung und Verblödung vom 11.11. bis Aschermittwoch, einzig und allein, um die Leute gefügig zu machen und das Hirn zu betäuben.
Der den Karneval liebende Ottonormalbürger wird schließlich bei übermäßigem Genuss der Sendungen in einen Zustand der geistigen Verwirrung versetzt und so zu einem hilflosen Opfer des Gruppenzwangs. Folglich strömt er, egal wo er wohnt, schließlich freiwillig in die Straßen, durch die die Umzugswagen fahren, um sich mit Bonbons bewerfen zu lassen, anschließend Alaf, Helau oder Ähnliches zu grölen und anschließend im Vollrausch in der vollgekotzten Straßenbahn wieder heimzufahren.
Der Reiz dieses Ereignisses kann nur in Ignoranz, Naivität und in seiner absoluten Sittenlosigkeit bestehen!

Endzeit in Sicht! Doch sie sind wie versteinert und sie hören ihn nicht. Sie zieh'n wie Lemminge in willenlosen Horden. Es ist, als hätten alle den Verstand verlor'n, sich zum Niedergang und zum Verfall verschwor'n und ein Irrlicht ist ihr Leuchtfeuer geworden.“
"Klabautermann fährt das Narrenschiff volle Fahrt voraus und Kurs auf's Riff.“
(Reinhard Mey)
 Wie passend!






Quellen:
http://www.sueddeutsche.de/leben/trinken-bis-der-notarzt-kommt-weniger-a...
http://www.focus.de/schule/gesundheit/tid-21572/jugendliche-kein-komasaufen-an-karneval_aid_605574.html
Beltane 2005 Ausgabe der Hex & Co.
http://med-slavery.uni-trier.de:9080/minev/MedSlavery/publications/Einfuhrung.pdf
Hieros Gamos - Das geheime Ritual, Hendrik Blome
http://de.scribd.com/doc/36368910/Tracy-Twyman-Mind-Controlled-Sex-Slaves-and-the-CIA
www.koelnerkarneval.de/ Cache
http://www.nikolaus-von-myra.de/darstellung/phry_muetze.html
http://www.freimaurerinnen.de/mediapool/62/621987/data/Ueber_die_Rose.pdf
http://www.die-friedenskrieger.de/main/?q=node/233
http://www.wikipedia.de
http://meineadria.com/der-flug-des-engels.1230.0.html
http://www.salzburg.com/nachrichten/index.php?id=164&tx_ttnews[tt_news]=10745&cHash=59fedfc48ecec678f6a1fb5689ad0ac9
http://www.ksta.de/debatte/frank61-karneval-ist-wie-ganz-schlechter-sex,...


Vielen Dank an  

www.die-friedenskrieger.de 

für diesen tollen Beitrag!

1 Kommentar:

  1. Und auch heute noch sind Kostüme für den Karneval bzw. Fasching von größter Relevanz. Dabei sollte vor allem jedes Kostüm einzigartig sein, weshalb sich hierfür eine Anfertigung am besten eignet. Für alle Berliner kann ich vor allem diesen Laden empfehlen http://brigadegluecklich.de/faschingskostueme-berlin

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