Die Zukunft Deutschlands ist die Zukunft der Welt

Thomas Carlyle


Mittwoch, 18. Juli 2012

Lesenswertes der letzten Tage

Versumpftes Narrenland

Unsere Gesellschaft, unser Wirtschafts– und Politiksystem sowie die Massenmedien sind auf Mythen und Lügen aufgebaut. Die Lüge ist systemimmanent. Sie ist ein wichtiger und fester Bestandteil, ja das Fundament auf dem sich unser gesellschaftliches Leben aufbaut. Die Lüge in all ihren Wesens– und Erscheinungsformen ist keine Abweichung der Norm Wahrheit, sondern der zentrale Wesenskern unserer täglichen Lebenswelten.
Im alten Testament steht: »Du sollst nicht lügen!«. Unseren Kindern bringen wir bei, ehrlich und aufrichtig zu sein. Bewusst die Unwahrheit zu sagen wird gesellschaftlich und sozial geächtet. Ein eigennütziger Schwindler ist ein unehrenhafter und hinterlistiger Genosse. Jemand, der seine Familie betrügt oder fremd geht, muss mit sozialer Verbannung rechnen. Wer seinen Chef bewusst anlügt, bestiehlt oder betrügt, muss mit Kündigung oder Klage rechnen.
Vorrausgesetzt natürlich man wird entdeckt. Eine Lüge, die nicht offen gelegt bzw. nicht als solche interpretiert wird, bringt häufig persönliche Vorteile. Der persönliche Vorteil, ist, in einer marktradikalen Gesellschaft — in der Konkurrenz und Wettbewerb die maßgebenden Werte sind — für viele eine wichtige und alltäglich wiederkehrende Lebensaufgabe. Insofern sind die Methoden und Techniken zur Verbergung und Kaschierung von Betrügereien immer geschickter und perfider geworden.
In der Politik gehört das systemische Lügen (z.B. die Arbeitslosenzahlen) schon seit langem zum ordentlichen Handwerkszeug. Politiker lügen, um gewählt zu werden, um ein gutes Image zu haben,...
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Den Hass aufstocken

Wie funktioniert die Stimmungsmache gegen »Transferbezieher«? Eine Untersuchung zeigt, was Bild-Leser von Empfängern des ALG II halten.

von Peter Nowak

Kürzlich versorgte die Bild-Zeitung aus Anlass ihres 60jährigen Bestehens alle deutschen Haushalte mit einem Gratisexemplar. Auch der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) durfte seine Meinung in dieser Jubiläumsausgabe kundtun. Das Boulevardblatt könne »nur Trends verstärken, aber keine eigenen setzen«, befand Schröder im Interview. »Es muss immer eine Stimmung da sein, an die Bild anknüpfen kann.« In der Bevölkerung vorhandene Stimmungen zu nutzen, beherrschte auch er als Kanzler der Agenda 2010 virtuos. Schon zu Beginn seiner Amtszeit stellte er klar: »Es gibt kein Recht auf Faulheit in unserer Gesellschaft.«
Der Ausspruch stieß nicht nur an Stammtischen auf Zuspruch. Bild nahm die Stimmung auf und sorgte mit der eigenen Berichterstattung dafür, dass sie erhalten blieb und verstärkt wurde. Das ist das alltägliche Kerngeschäft der Zeitung seit ihrer Gründung. Die Soziologen Britta Steinwachs und Christian Baron haben nun unter dem Titel »Faul, frech, dreist« ein Buch im Verlag »Edition Assemblage« herausgebracht, in dem sie genauer untersuchen, wie die Stimmungsmache gegen Arbeitslose funktioniert.
Anhand des Untertitels »Die Diskriminierung von Erwerbslosigkeit durch Bild-Leser*innen« wird schon deutlich, dass die Autoren einigen gedanklichen Kurzschlüssen mancher Kampagnen gegen die Bild-Zeitung nicht erliegen, in denen das Boulevardblatt vor allem als Medium denunziert wurde, das die Bevölkerung im Sinne der Herrschenden manipuliere. Baron und Steinwachs hingegen konstatieren nicht nur in der Ober- und Mittelschicht, sondern auch unter Lohnabhängigen und sogar den Erwerbslosen selbst eine Stimmung gegen Erwerbslose, die angeblich nicht arbeiten wollen und zu Unrecht Leistungen beziehen.
Als Grundlage der Untersuchung dient die Berichterstattung über den von Bild zu »Deutschlands frechstem Arbeitslosen« stilisierten Arno Dübel. Weil der schwer kranke und seit Jahrzehnten Arbeitslosengeld beziehende Mann sich dafür in der Öffentlichkeit nicht schämte, sondern freimütig bekannte,...
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Wie korrupt geht es bei uns zu? Viel mehr, als viele ahnen.

Gemeinhin denken wir beim Stichwort Korruption an Griechenland oder an Italien. Und wir denken an den Bauunternehmer, der einen Kommunalenbeamten besticht, oder an große Unternehmen, die sich Aufträge in Entwicklungs- und Schwellenländern durch Bestechung der dortigen Eliten besorgen. Diese Verengung der Sichtweise hat etwas mit einer Verengung des Begriffs Korruption und mit einem immer noch erstaunlich freundlichen Blick auf die meisten Politiker zu tun. Wir tun gut daran zu fragen, welche politischen Entscheidungen mit weit reichenden wirtschaftlichen und finanziellen Folgen absichtlich zu Gunsten einzelner Interessen oder sogar einzelner Personen getroffen worden sind – beispielsweise die Privatisierung der Altersvorsorge, der Ausbau der Leiharbeit oder der Rückkauf des EnBW-Anteils durch Mappus. Dann begreifen wir, wie weit verbreitet und wie salonfähig die politische Korruption ist und dass wir wahrlich nicht allzu viele Gründe dafür haben, auf andere Völker herabzusehen. Albrecht Müller.

Ich nenne im folgenden einige dieser Beispiele – verbunden mit der Hoffnung, dass einige unserer Leserinnen und Leser noch einige Belege und vielleicht auch noch viel bessere Beispiele beisteuern können. (Der Text ist gegen Ende noch nicht vollständig. Das wird nachgeholt.)
Beispiele für politische Korruption:
Teil-Privatisierung der Altersvorsorge und ihre Öffentliche Förderung Dafür gab es keinen sachlichen Grund, auch wenn in einer seit den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts laufenden Propagandaschlacht zum demographischen Wandel dies immer wieder falsch behauptet worden ist. Es ging nur um die Eröffnung eines neuen Geschäftsfeldes für die Versicherungswirtschaft und die Banken. Das geschah durch Einführung und Förderung der Riester-Rente,...
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Börsengang Formel 1: Die fetten Jahre sind vorbei - kommt der nächste Facebook-Deal?

Zweistellige Millionensummen kassiert Eccelstone für eine einzige Rennveranstaltung. Diese müssen von den Rennstrecken aufgebracht werden. Der Rennsport gilt nicht wie der Fußball als "gemeinnützige Veranstaltung" und trotzdem erhalten heute schon Hockenheim und der Nürburgring hohe staatliche Zuschüsse.  Dieses Jahr fährt die Formel 1 in Hockenheim bei Mannheim. Man hofft auf 62.000 verkaufte Karten. Zu Schuhmacherszeiten waren es noch 100.000. Das Ziel der Veranstaltung ist eine "schwarze Null".  Deshalb muss der Börsengang der Formel 1 so schnell wie möglich abgewickelt werden, bevor die überteuerten Gagen von Ecclestone nicht mehr verlangt werden können.

Die meisten Rennstrecken zittern um ihr Überleben. Nicht selten werden öffentliche Zuschüsse fällig. In Hockenheim hofft man sich mit einer Art Rundumveranstaltung vor dem Schlimmsten zu retten. Das Ziel ist eine "schwarz Null". So wird sogar eine Formel1-Kinderecke angeboten. So wird Rennsport zur Familienveranstaltung im ohrenbetäubendem Lärm, der fast schon an der Schmerzgrenze liegt.


Dieses Jahr überträgt RTL (Bertelsmanngruppe) das TV-Event. und belastet damit die GEZ-Zahler nicht. Was für den Steuerzahler ein Fortschritt ist, ist für die deutsche Unternehmerschaft ein Desaster und wird auch nicht spurlos an Ecclestone und seiner Formel1 vorbei gehen.  Jetzt müssen die deutschen Multi-Milliardäre und Vorstandvorsitzenden selber zusammenhalten, um nicht am Ende als finanzielle Verlieren aus dem Rennen zu gehen. So kommt es in Hockenheim zur Kooperation zwischen Bertelsmann (RTL-Eigentümer) und Daimler. Sie bilden das Rahmenprogramm für ein mittlerweile uninteressantes Sportereignis. Dem Rennsport wird es wie dem Tennis ergehen. Was in den 1990er mit Boris Becker und Steffi Graf zum Massen-TV-Event wurde, führt heute ein Schattendasein. Niemand hat mehr Interesse an den TV-Übertragungsrechten.  Egal welcher Deutsche heute Nummer Ein der Weltrangliste wäre.

Selbst Sebastian Vettel als Formel1-Weltmeister kommt an die Verkaufszahlen von Schumi nicht anknüpfen. Was wohl auch der Grund ist, warum Schuhmacher heute für eine überzogenes Rentnerhonorar noch bei Daimler im Rennwagen sitzt. Schuhmacher war sozusagen eine Verzweiflungstat des Vertragsnehmers (Daimler AG). Der schon lange nach einer Ausstiegsmöglichkeit aus der Formel 1 sucht. Die Kosten/Nutzenrechnung ist unrentabel für den Autohersteller. Betriebsrat und Aktionärsversammlung drängen schon lange auf einen Austritt aus der Formel1. Hinzu kommen ...
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... und hier noch ein interessantes Gespräch

 Tagesenergie 22

Alexander Wagandt über die Energien im Juli 2012 und wie sie sich in der äußeren Welt ausdrücken.

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von Pfohlmann

 

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