Die Zukunft Deutschlands ist die Zukunft der Welt

Thomas Carlyle


Montag, 10. Oktober 2011

Euro-Crash: Wiedereinführung der D-Mark wird die Märkte überraschen

Die Wiedereinführung der D-Mark hat in den Finanzmärkten zurzeit noch keiner auf der Rechnung. Die Franzosen drucken derweil ebenfalls fleißig ihren neuen Franc. In der Eurozone werden mindestens sechs Länder Pleite gehen. Deutschland wird dann genug damit zu tun haben, sich selbst zu retten, und trifft daher bereits entsprechende Vorbereitungsmaßnahmen. Nachdem die nächste Hilfstranche für Griechenland aufgebraucht ist, haben sich die europäischen Rettungsorgien erledigt. Niemand wird für die Schulden der Eurozonenländer aufkommen




Die Rettung des Euros, der Eurozone und der Europäischen Union ist für die europäischen Politiker und ihre Herren und Meistern offenkundig wesentlich wichtiger, als irgendwelchen nationalen Interessen zu dienen. Nachdem die CDU sieben Wahlen in Folge verloren hatte, stimmte sie dessen ungeachtet gemeinsam mit ihren Koalitionspartnern mit 523 zu 85 Stimmen für die Erweiterung des EU-Rettungsschirms EFSF.

Wir gehen davon aus, dass all jene, die hier mit ja gestimmt haben, bei den nächsten Wahlen gute Aussichten darauf haben, aus dem Bundestag zu fliegen, speziell wenn man bedenkt, dass sich 75% der Deutschen gegen die Erweiterung des EFSF ausgesprochen hatten.

Der große Verlierer ist der Koalitionspartner der CDU, die FDP, die laut deutschem Wahlrecht 5% der Stimmen erhalten muss, um bei der nächsten Bundestagswahl wieder in den Bundestag einziehen zu können. Die Machtposition der CDU könnte jetzt ebenfalls auf dem Spiel stehen.

Der Bundestag hat dem USD 590 Milliarden schweren EFSF durch den jüngsten Beschluss nun insgesamt USD 283 Milliarden an Garantien bereitgestellt. Deutschland wird also fast die Hälfte aller Garantien aufbringen, mit denen die Wirtschaften der Eurozone wieder zum Leben erweckt werden sollen. Unterdessen erklärten die Parteien, dass sie künftig keine weiteren Gelder bereitstellen werden, um die sechs abgeschlagenen Eurozonenländer zu retten.

Die deutschen Parteien sprachen sich dagegen aus, den EFSF mit einem Kredithebel zu versehen, und sagten, es würde keine Eurobonds geben. Einige Parteien sprachen sich auch massiv dagegen aus, den Staaten der Eurozone die Geld- und Fiskalpolitik aus den Händen zu reißen. Unter diesen Umständen wird es mit Sicherheit keine Ausweitung des EFSF geben.

Die Frage lautet daher: Wie lange werden die Gelder des EFSF reichen? Wahrscheinlich sechs bis zwölf Monate, dann geht dasselbe Problem wieder von vorne los.

Deutschland ist gerade damit beschäftigt, seine Banken zu schützen, und uns ist mitgeteilt worden, dass aktuell sogar Notstandspläne in Arbeit sind, um zur D-Mark zurückzukehren. Unterdessen droht der Staatsbankrott der sechs Eurozonenpleiteländer mit Bankeninsolvenzen einherzugehen.

Wenn man sich den Zustand der europäischen Banken vergegenwärtigt und darüberhinaus auch die Möglichkeit in Betracht zieht, dass China die drei größten französischen Banken aufkaufen könnte, dann ist völlig klar, dass es ohne Weiteres zu massiven Verwerfungen des globalen Bankensystems kommen kann.

Die Verfechter der Weltregierung wollten, dass die weltweiten Banken alle aufs Engste miteinander vernetzt werden, und nun wirkt genau diese Vernetzung als entscheidender Dreh- und Angelpunkt, der wohlmöglich das gesamte System in den Abgrund reißen könnte.

Während die Europäer all diese Notmaßnahmen vorbereiten, fällt der Euro gegenüber anderen Währungen weiter im Wert, speziell gegenüber dem US-Dollar, der eigentlich bedeutend schwächer sein müsste, zurzeit aber für viele noch das geringere Übel darstellt.

Allein schon die Tatsache, dass Deutschland gerade eine D-Mark-Notreserve aufbaut, bedeutet, dass das Ende des Euros sehr wahrscheinlich ist. In der Zwischenzeit werden immer neue Herausforderungen bezüglich der Legalität des jüngsten in Deutschland verabschiedeten Rettungspakets zutage treten. Die Rechtstreitigkeiten zum EFSF könnten sich über Jahre hinziehen.

Ohne Deutschland wird es keinen Euro und keine Eurozone mehr geben. Obwohl der Plan eigentlich darin bestand, die europäische Integration zu vertiefen und die EU stärker zu konsolidieren, stehen die Chancen darauf nun praktisch bei null.

Eine mögliche Zahlungsunfähigkeit Griechenlands und der damit eingehende Haircut von 60% sind ebenfalls von Bedeutung, da das Land am Ende definitiv das Handtuch werfen wird. Was bei den Märkten jedoch nicht eingepreist wurde, ist die Rückkehr Deutschlands zur D-Mark. Übrigens: Wir sagten bereits vor 12 Jahren voraus, dass es so kommen würde, und wiederholten diese Auffassung in der Vergangenheit auch ein ums andere Mal.

Sollte sich das bewahrheiten und Deutschland zur D-Mark zurückkehren, können sich all jene Länder, die sich dafür entscheiden, im Euro zu verbleiben, auf eine fortwährend im Wert verfallende Währung einstellen. Alles in allem können wir uns eine Eurozone ohne Deutschland überhaupt nicht vorstellen.

Der Euro ist eine weitere Geschichte, in die Deutschland aufgrund des Ausgangs des Zweiten Weltkriegs hineingezwungen wurde. Diese Ära, die Ära der Reparationen, dürfte nun bald vorbei sein. Das bedeutet auch, dass alle ausländischen Truppen aus Europa abgezogen werden sollten.
Und während sich all das abspielt, hätten die Schweizer doch eigentlich...
Quelle >>> weiter lesen  Euro-Crash: Wiedereinführung der D-Mark wird die Märkte überraschen von www.propagandafront.de

Die Bankenkrise ist zurück!

Michael Grandt

Drei Jahre ist es her, seit die Pleite der US-Bank Lehman Brothers die ganze Welt in eine Rezession stürzte. Regierungen haben daraufhin ihre Banken mit Hunderten von Milliarden Dollar gestützt, um ein Zusammenbrechen des Finanzsystems zu verhindern. Doch jetzt droht eine neue, noch viel schlimmere Bankenkrise. Politiker sind in Panik.

Im September 2008 entschied der damalige US-Finanzminister Henry Paulson, der viertgrößten Investmentbank der Welt, Lehman Brothers, staatliche Hilfe zu verweigern und sie bankrottgehen zu lassen. Aufgrund der zuvor ausgebrochenen Subprime-Krise in den USA, die Auswirkungen auf (fast) jedes westliche Industrieland hatte, taumelte die Welt am Abgrund einer Katastrophe, mit deren Folgen wir bis heute zu kämpfen haben. Rund um den Globus wurden Banken von ihren Regierungen mit Hunderten von Milliarden Dollar gestützt, um ein Zusammenbrechen des Finanzsystems zu verhindern. Die Risiken gingen also mit staatlicher Hilfe von den Banken auf die Steuerzahler über.

Noch immer hat sich die Welt von diesem Schock nicht vollständig erholt. Schulden- und Eurokrise halten uns fest umklammert und lassen Böses für die Zukunft erahnen. Doch damit nicht genug braut sich jetzt auch noch eine zweite Bankenkrise zusammen, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen könnte.

Wieder trauen sich Banken untereinander nicht mehr. Der Interbankenverkehr erlahmt, die Kreditinstitute sind vorsichtig, wem sie Geld leihen, weil sie nicht wissen, wie viele Staatsanleihen de facto bankrotter EU-Länder andere in ihren Beständen halten. Käme ein Schuldenschnitt, wäre das ausgeliehene Geld in Gefahr. Stattdessen horten die Banken ihre Kapitalüberschüsse bei der Europäischen Zentralbank EZB.
Politiker sind in Panik, weil sie wissen, was der Vertrauensverlust auf dem Bankensektor für das gesamte Wirtschafts- und Finanzsystem bedeuten kann. Aber die Banken-Stresstests sind kaum gedruckt, da erfahren wir, dass die Banken keinen Stress aushalten und dringend Eigenkapital brauchen. Damals fielen nur acht Banken durch, jetzt aber droht das Zusammenbrechen des gesamten europäischen Bankensystems. Sie sehen also, was die sogenannten »Stresstests« wert sind: gar nichts. Sie dienen nur dazu, die Lage zu beschönigen und die Sparer zu beruhigen. Doch das Vertrauen in die Branche ist wieder auf dem Tiefpunkt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) will die europäischen Banken auch gegen ihren Willen zu 200 Milliarden Euro Frischgeldzufuhr zur Eigenkapitalaufstockung zwingen. Selbst die Kanzlerin rät zur Eile. Dann wissen wir, was die Stunde geschlagen hat.

Doch wer soll diese »Zwangskapitalisierung« bezahlen? Richtig, der Steuerzahler. Denn schon 2008 hatte die Regierung den Banken-Rettungsfonds »Soffin« gegründet, natürlich mit Steuergeldern. Dieser Notfallfonds lief Ende 2010 aus, könnte aber wieder in Kraft treten. Mit »neuem« Geld natürlich. Ohne erneute Staatshilfe wird es den Banken nicht gelingen, sich ausreichend Puffer zu verschaffen. Doch viele der angeschlagenen Staaten sind dazu gar nicht mehr in der Lage, denn sie haben ihr ganzes Pulver bereits bei der letzten Bankenkrise verschossen.

Europas gesamtes Bankensystem befindet sich demnach in akuter Gefahr und wird ohne schnelle Stabilisierungsmaßnahmen über kurz oder lang kollabieren. Holen Sie also Ihr Geld von der Bank, so lange Sie es noch bekommen!

Quelle >>>  kopp - verlag

Unter Politik verstehen manche Leute die Kunst, Brände zu löschen, die sie selbst gelegt haben.
Lawrence George Durrell
(27.02.1912 - 07.11.1990)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen