Die Zukunft Deutschlands ist die Zukunft der Welt

Thomas Carlyle


Donnerstag, 29. September 2011

Der Staat raubt den Sparern unbemerkt Milliarden

Zinsraub

Regierungen hoch verschuldeter Staaten drängen Fonds und Versicherungen zum Kauf ihrer Anleihen. Unterm Strich zahlen die Sparer drauf.
Über die unscheinbar wirkende Finanzagentur in Frankfurt am Main wickelt der deutsche Staat seine Schulden ab  
Die Politik will den Bürgern ans Portemonnaie. Das ist bekannt. Doch jetzt haben die Regierungen eine besonders subtile Methode gefunden, an die Ersparnisse der Menschen zu kommen. Diese Methode ist eine Art Zinsraub: Die Staaten manipulieren die Anleihenmärkte zu ihren Gunsten – und zu Ungunsten der Anleger.
Die Regierungen der hoch verschuldeten Volkswirtschaften, allen voran die USA, nötigen Versicherungen, Pensionskassen und Banken dazu, Staatsanleihen zu kaufen – auch, wenn deren Rendite kläglich niedrig ist.
Mittel zum Zweck sind regulatorische Vorschriften wie Solvency II oder Basel II und III. Diese gesetzlichen Auflagen sind eigentlich dazu gedacht, die Finanzmärkte sicherer zu machen. Doch für die Regierungen erfüllen sie noch einen anderen Zweck: Sie nötigen die Finanzinstitute, ihren Anteil an mutmaßlich sicheren Staatsanleihen sukzessive zu erhöhen. Hinzu kommen in manchen Staaten Obergrenzen für die die Zinsen auf Bankeinlagen und Kapitalkontrollen.
Das ist nur der halbe Aspekt des Zinsraubs: Gleichzeitig lassen die Geldpolitiker die Inflation anziehen. Das Ergebnis ist im wahrsten Wortsinn vernichtend: Die Vermögen der Sparer lösen sich nach und nach auf. Den unmittelbaren Vorteil haben die Staaten, die sich auf diese Weise elegant ihrer Verbindlichkeiten entledigen können.

Schleichende Umverteilung von Kapitalbesitzern auf den Staat

Das Ganze kommt einer schleichenden Umverteilung von den Kapitalbesitzern auf den Staat gleich. Wissenschaftler haben bereits einen Ausdruck für diese Art staatlichen Zinsdiebstahls ersonnen. Sie nennen es „finanzielle Repression“. In den vergangenen Jahrzehnten kannte man diese finanzielle Repression eher aus Entwicklungsländern. Nun verfallen die Regierungen der Industrieländer darauf.
„Die finanzielle Repression wirkt wie eine Steuer auf die Ersparnisse“, sagt Christoph Balz, Ökonom bei der Commerzbank. Für die Politik sei dieses Instrument sehr attraktiv, weil die wahren Belastungen besser verschleiert würden als bei einer Hyperinflation, bei Ausgabenkürzungen oder bei offenen Steuererhöhungen.
Diese Woche hat der staatliche Zinsdiebstahl eine neue Dimension erreicht: Am Freitag lag die Verzinsung zehnjähriger...
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Experten sind Leute, die andere daran hindern, ihren gesunden Menschenverstand zu gebrauchen.
Hannes Messemer
(17.05.1924 - 02.11.1991)

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