Die Zukunft Deutschlands ist die Zukunft der Welt

Thomas Carlyle


Donnerstag, 21. Juli 2011

Gold und Silber: Spiel nicht mit den Schmuddelkindern…

von Michael, dem “Düsseldorfer”
…sing nicht ihre Lieder. Zugegeben, der Inhalt des bis heute noch aktuellen Liedes von Franz-Josef Degenhardt von 1965 passt hier nicht so ganz auf unsere Thematik. Trotzdem musste ich daran denken. Doch nur zu gerne setze ich, natürlich provozierend, Gold und Silber mit den besungenen Schmuddelkindern gleich…
Im Liedtext heißt es weiter: „geh doch in die Oberstadt, mach’s wie Deine Brüder“. Für die „Oberstadt“ kommen für mich dann natürlich nur analog Staatsanleihen in den USA in Frage.
Das Marktgeschehen am Dienstag/Mittwoch macht in einigen Punkten genauso wenig Sinn, wie für Trader Dan Norcini (LINK). Nach Obamas „Ankündigung“ einer baldigen Lösung im Schuldenstreit, reagierten die Aktienmärkte positiv, die Rohstoffmärkte positiv und die Bondmärkte positiv. Herrlich, das Zittern hört auf, Risikotrades können wieder eingenommen und vermeintlich sichere (ich liebe diesen immer benutzen Zusatz von TV-Experten) Edelmetalle dementsprechend abverkauft werden. Wer braucht dieses „Zeugs“ auch wirklich. Oder? Doch Moment…! Wenn wir keine Angst mehr haben müssen, warum ziehen dann die Bondmärkte ebenfalls kräftig an?
Mögen Sie eine einfache und ziemlich platte Antwort? Weil die jugendlichen Algorythmushäuptlinge der heutigen Tradingabteilungen sich für fundamentale Sachverhalte weder interessieren, geschweige diese überhaupt verstehen. Dafür werden diese Adrenalinjunkies auch nicht bezahlt. Was soll sich in den Nanosekunden des HFT (High-frequenzy-Tradings), in denen sie eine Position halten auch schon fundamental verändern? Nix. Was macht zudem die Heerschar der Daytrader?
Da bin isch dabei, das ist pri-ima, viva…profitia. Ob dabei ganze Volkswirtschaften zerstört werden können? „Sch..ss egal – sch..ss egal, ob Du Huhn bist oder Hahn“.
Gestern schrieb ein Kommentator im Blog:
„Ist der Geist erstmal so zerrüttet, dass eine Volkswirtschaft für gesund gilt, wenn diese kreditwürdig ist, ist die im Artikel aufgezeigte Entwicklung [die] logische Folge.
Man kann einen Menschen aus dem Slum holen aber einen Slum aus einem Menschen zu holen ist unmöglich.“
Auch wenn sich das Zitat auf einen anderen Zusammenhang bezog, trifft es das Szenario am Markt in des Pudels Kern. Gott sei Dank werden wir uns weiterhin verschulden können. Alles wird gut. Die Frage, ob die USA auch wirklich kreditwürdig sind, wird damit selbstverständlich nicht geklärt. Ach, verschieben wir es auf Morgen. „Let’s kick the can further down the road“. Sollen sich doch andere mit den Problemen rumschlagen. Ernsthafte Lösungsansätze abseits parteitaktischer Wahlkampfüberlegungen? In dieser, unserer, modernen, und globalisierten Welt? Ja, sind ja von gestern!
Ich schweife ab. Zurück zu den Märkten. Halten wir also noch mal fest: Risiko ist gut, weil keine Sicherheit gebraucht wird – Staatsanleihen sind auch gut, weil man ja Sicherheit braucht. Gold und Silber sind schlecht, weil man ja keine Sicherheit braucht. Alles klar?
Sollten Sie das, liebe Leser, jetzt nicht verstanden haben, brauchen Sie sich erst gar nicht auf einen Chefhändlerposten, vorzugsweise für Derivate, bewerben. Ihr gesunder Menschenverstand steht Ihnen breitbeinig im Wege. Damit können Sie aber an den Finanzmärkten kein Geld für ihre Auftraggeber erwirtschaften. Besser ist: Hirn aus….
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