Die Zukunft Deutschlands ist die Zukunft der Welt

Thomas Carlyle


Samstag, 25. Juni 2011

Der "Weltkrieg" der Währungen ist bereits in vollem Gange

Das Ringen um die globale Vorherrschaft in unserer Welt ist bereits voll entbrannt. Soldaten, Panzer und Flugzeugträger sind dabei zwar auch von Bedeutung, jedoch wird im 21. Jahrhundert mit Währungen gefochten - Geld ist also die ultimative Waffe. Dollar, Yuan, Euro oder Gold, wer wird gewinnen? Während sich die Welt nach Fukushima vor einem atomaren Supergau fürchtet, sollten die Menschen rund um den Globus ihre Ängste statt dessen besser auf die weltweiten Devisenmärkte fokussieren. Denn die Folgen bekommen wir, die Bürger, bereits zu spüren - egal ob wir Amerikaner, Russen, Chinesen oder Deutsche sind. Das Ergebnis ist = Geld ist nichts mehr wert!
Dollar, Euro, Yuan, ja selbst Gold sind für uns Bürgervharmlose Zahlungsmittel. Wir bekommen unseren Lohn in dieser Form, "tauschen" es gegen Güter oder Dienstleistungen ein, oder sparen es, weil wir an die angebliche Wertstabilität und Zuwachsraten glauben. Geld ist problemlos teilbar und transportierbar.
Für die "große" Politik sind diese ursprünglichen Eigenschaften und Funktionen des Geldes jedoch nur Nebensache. Währungen, also Geld, haben für sie eine andere Funktion: Im Spiel um die weltweite Macht dient die Währung des eigenen Landes als Angriffs- und Verteidigungswaffe gleichermaßen.
Galt im kalten Krieg das atomare Schreckgespenst als ultimative Drohkulisse, so ist es heutzutage die eigene Währung, mit der Regierungen ihre Forderungen weltweit durchsetzenm ihre Machtpositionen festigen und ausbauen.                  Währungen als "Atombomben" des 21. Jahrhunderts.
Der Euro, einst als starke und stabile europäische Leitwährung geplant - aber von Anfang an nicht nur in Deutschland umstritten - kämpft bereits seit langem mit einer massiven Schuldenkrise, deren eigenste Ursache er zum Großteil selbst ist. Das große Manko des Euro ist, dass er mit keiner "Sicherheit" (wie früher üblich Goldwert) mehr hinterlegt und damit leicht manipulier- und steuerbar ist, was wohl sicher auch so beabsichtigt war.
Und plötzlich spielt nicht mehr der Euro die erste Geige sondern der chinesische Yuan. Das "Volksgeld" liegt der chinesischen Regierung  am Herzen - aus mehreren Gründen: Der Erfolg der heimischen Exportindustrie hängt genauso davon ab wie die Inflationsrate. Ist letztere zu hoch oder büßt der Exportweltmeister an Stärke ein, sprich, schwächelt die Wirtschaft und steigt die Arbeitslosigkeit, kommt es also zu einer ökonomischen Destabilisierung, dann hat das auch direkte Auswirkungen auf die politische Macht. Eine "Revolution der Massen" ist durchaus denkbar und das Ende der herrschenden Kommunisten wäre absehbar. Indem Peking aber das alleinige Sagen über den Yuan behält, ist die Macht nur schwer angreifbar.
Und das liegt am "Faustpfand" welches die derzeit zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt besitzt. Dieses Pfand heisst Gold- und Währungsreserven! Das Gesamtvolumen der in Euro, Dollar und vor allem Gold gehaltenen Reserven beläuft sich auf ca 2,5 Billionen Dollar und entspricht damit rund 30% der globalen Gold- und Währungsreserven. China ist zudem der größte Einzelgläubiger der USA. Eine gefährliche Situation mit jeder Menge politischer Sprengkraft. China finanziert den Konsum der US-Bürger. Je stärker dieser ausfällt, umso höher die Verschuldung und umso mehr US-Staatsanleihen werden lanciert, die wiederum von China aufgekauft werden.
Vor allem aber kann China durch seine Goldreserven (und sie kaufen immer noch dazu, sowie etwas am Markt verfügbar ist) Druck auf jede Währung ausüben - Goldbesitz macht eben stark!

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